Gefahrguteinsatz in Ehrenfriedersdorf: Häuser wurden evakuiert!

Einsatz B 95 war voll gesperrt

Ehrenfriedersdorf. 

Ehrenfriedersdorf. Zu einem Großeinsatz wurden die Feuerwehren aus Ehrenfriedersdorf, Thum, Geyer, das SEG, ein leitender Notarzt und der 3. Gefahrgutzug des Erzgebirgskreises, bestehend aus den Feuerwehren Sehma, Kretscham, Neudorf, Buchholz, sowie der Erkunder aus Beierfeld, Gablenz, Herold und Gelenau am gestrigen Freitagabend gerufen. Folgendes war passiert:

 

B 95 war voll gesperrt

Gegen Mittag bemerkte der Fahrer eines LKW, dass ein Fass mit Buttersäure auf dem Gelände eines Einkaufsmarktes in Gelenau umgefallen ist. Die Buttersäure trat aus, der Fahrer verhinderte einen weiteren Austritt. Trotz der zirka 100 Liter ausgetretenen Menge setzte der Fahrer seine Fahrt bis nach Ehrenfriedersdorf fort. Die ausgelaufene Menge verteilt sich auf dem Weg nach Ehrenfriedersdorf auf die Fahrbahn, sowie auf dem Gelände des Einkaufsmarktes. Eine große Geruchsbelastung trat auf. Die oben genannten Kräfte rückten nach Ehrenfriedersdorf aus. Die Kameraden aus Ehrenfriedersdorf legten einen Absperrbereich von 200 Metern fest, sodass umliegende Wohnhäuser, sowie bettlägerige Personen evakuiert werden mussten.

Auch wurde die B 95 für den Verkehr voll gesperrt. Die Gefahrenabwehr übernahm der Gefahrgutzug. Unter schwerem Atemschutz und mit Spezialanzügen wurde die auslaufende Buttersäure aufgebunden, das Fass abgedichtet. Weitere Kameraden wickelten die kontaminierte Beladung in PVC Planen ein. Die Ladefläche wurde abgedichtet. Die Arbeiten dafür dauerten mehrere Stunden. Der Erkunder aus Beierfeld nahm Messungen vor, ob nach dem Abdichten der Buttersäure noch gefährliche Mengen in der Luft vorhanden waren. Ein Spezialunternehmen muss nun den LKW und die Beladung fachgerecht entsorgen. Ebenfalls war ein Erkunder auf dem Gelände des Einkaufsmarktes tätig. Der Einkaufsmarkt wurde nach Feststellung der Geruchsbelastung ebenfalls evakuiert. Der Einkaufsmarkt wies keine Gefährdung auf. Im Einsatz waren über 130 Kameraden. Gegen 18 Uhr war der kräftezehrende Einsatz beendet.