Gemeinsam für Brennstoffzellen-PKWs

Forschung Westsachsen tüftelt am Durchbruch für die mobile Zukunft

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Forscher und Wirtschaftsführer aus Westsachsen wollen Brennstoffzellen zum Durchbruch verhelfen. Foto: Dr. Jirí Hrdlicka, TU Chemnitz

Region. Gemeinsam Großes erreichen - unter diesem Motto könnte die Zusammenarbeit von erzgebirgischen Unternehmen mit Forschungseinrichtungen der Region stehen. Denn es geht darum, der Brennstoffzelle für den PKW-Antrieb zum Durchbruch zu verhelfen und damit den Markt zu revolutionieren. Dafür haben sich die Auerhammer Metallwerke aus Aue, die TU Chemnitz, WätaS Wärmetauscher Sachsen aus Olbernhau, Institute wie das Steinbeis Innovationszentrum Fügetechnik sowie drei weitere Industriepartner zu Sachsens erstem "InnoTeam" zusammengetan.

Gemeinsam wird dieses für die nächsten drei Jahre am Projekt "HZwo:BIP - Bipolarplatten aus Sachsen" arbeiten. Doch worum geht es da genau?

Das Vorhaben "HZwo:BIP - Bipolarplatten aus Sachsen" soll zu einer kostengünstigen, serientauglichen Produktion von Bipolarplatten für PKW-Brennstoffzellen führen und damit einen aktiven Beitrag zur nachhaltigen Mobilität leisten. Bipolarplatten sind aktuell einer der größten Kostentreiber jeder Brennstoffzelle. Mit einer Kostenreduktion könnte der Brennstoffzelle zum Durchbruch verholfen werden.

"Wir sehen die Brennstoffzelle als Schlüsseltechnologie für die E-Mobilität, da der Wasserstoff als einziger Energieträger hohe Reichweiten bei null Emission ermöglicht", erklärt Dr. Laag, Geschäftsführer der Auerhammer Metallwerke. Ähnlich sieht das auch der zweite erzgebirgische Projektpartner, die WätaS Wärmetauscher Sachsen aus Olbernhau: "WätaS baut sich durch die Teilnahme am Projekt zukünftig ein neues Standbein auf. Hierdurch können eigenständige Produkte entstehen, die wir auf den Markt bringen. Somit haben wir die Chance, als Lieferant ein neues zukunftsträchtiges Marktsegment mit enormen Wachstumspotentialen erschließen zu können", so Geschäftsführer Torsten Enders.