Gemeinsam gegen die Windräder

Widerstand Zwönitzer sammeln Unterschriften gegen das Windkraft-Projekt

gemeinsam-gegen-die-windraeder
Anke Jordan (li.) und Heike Claus gehören zur Bürgerinitiative und halten die Unterschriftensammlungen in den Händen, die jetzt eingereicht werden. Foto: R. Wendland

Zwönitz. Die Ergebnisse eines Gutachtens, dass die Stadt Zwönitz hat anfertigen lassen, könnten das Vorhaben privater Investoren, einen Windpark im Bereich der S 258 zwischen Zwönitz und Brünlos, zu erreichten, noch kippen. Nachdem Gutachter Wolfgang Riether die Ergebnisse seiner Recherchen den Stadträten in deren jüngsten Sitzung vorgestellt hat, gab es zwar gegenteilige Meinungen, aber letztlich gab es die mehrheitliche Zustimmung, dass die Stadt eine weitere Stellungnahme beim Planungsverband einreicht.

In der Region leben geschützte Arten

Das ausgewiesene Vorranggebiet zur Windenergienutzung hat die Stadt Zwönitz gemäß entsprechender Beschlüsse vom technischen Ausschuss bereits 2013 und 2016 abgelehnt. Wolfgang Riether hat aufgezeigt, dass sich im besagten Gebiet einige Naturdenkmäler, Biotope und vor allem Brutstätten geschützter Vogelarten befinden.

Stellvertretend seien nur Schwarzstorch und Roter Milan genannt. Die Liste der Arten, die im Gebiet seit 2010 nachgewiesen sind, ist um einiges länger: dort sind 170 Vogelarten notiert. Durch das Vorhaben würde ein Großteil der Schutzziele verletzt. Man spricht davon, dass für die Tiere ein erhöhtes Tötungsrisiko besteht durch Windkraftanlagen, wie sie in Zwönitz geplant sind.

Zwönitzer machen mobil

Auf der 58 Hektar große Fläche, die ausgewiesen ist, sind 21 Windräder geplant. Die Bürgerinitiative Gegenwind Niederzwönitz-Dorfchemnitz versucht zu verhindern, dass die Riesen aufgestellt werden. Eine Unterschriftensammlung ist gelaufen. Anke Jordan von der Bürgerinitiative sagt: "Die Kriterien, die hauptsächlich den Naturschutz betreffen, sollen mit der richtigen Wertigkeit im Planungsverband verarbeitet werden."

Die Bürgerinitiative hat mobil gemacht und Unterschriften gesammelt. Für die Massen-Petition, die jetzt im Sächsischen Landtag eingereicht wurde, sind es 2.399 Unterschriften. Im Planungsverband erfolgte die Abgabe der Stellungnahme gestern. Für diese Eingabe sind 4.061 Unterschriften zusammengekommen.

Die Zwönitzer kämpfen weiter und hoffen, dass die Argumente und Tatsachen, die das Gutachten untermauert, Berücksichtigung bei den Entscheidungsträgern finden. Man will für die Vielzahl an Tierarten den Lebensraum erhalten und auch für die Menschen eine lebenswerte Region ohne Windräder.