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Corona-News

Geschäft auf der Kippe: Corona bremst Montage aus

Unternehmen Schanzen in Norwegen müssen warten, regionale Aufträge helfen

Raschau-Markersbach. 

Raschau-Markersbach. Eigentlich wäre das Team der Peter Riedel GmbH aus Raschau in diesen Tagen in Norwegen unterwegs. Gleich fünf Anlagen würden die Mitarbeiter in Moirana mit ihren Anlaufspuren ausstatten. "Das ist ein Nachwuchszentrum", erklärt Firmenchef Peter Riedel. Doch - um im Bild zu bleiben - Corona lässt aktuell keine großen Sprünge zu. Da Norwegen strenge Einreisebestimmung hat, die unter anderem eine zehntägige Quarantäne vorsehen, musste Riedel die Flüge canceln und die Montage auf unbestimmte Zeit verschieben. "Eine zehntägige Quarantäne in einem Hotel oder in einer Ferienwohnung ist gar kein Thema. Wer soll denn die Kosten dafür tragen", so der Raschauer. Ebenfalls fallen die Wartungsarbeiten auf den bekannten Skisprunganlagen in Oslo und Vikersund ins Wasser. "Die wären eigentlich planmäßig dran", so der Unternehmer.

Ärger schwingt in den Worten mit.

Ärger über den langen Atem der Pandemie. Mit 400.000 Euro beziffert Riedel die Ausfälle allein im Geschäftsjahr 2020. Eine schnelle Normalisierung im kommenden Jahr schließt er nahezu aus. Daher ist Peter Riedel froh, dass der regionale Metallbau gut angelaufen ist. "Natürlich verbunden uns viele mit den Schanzen, aber wir machen auch ganz normale Edelstahlarbeiten, verarbeiten Alu und Stahl", so der Firmenchef. Treppengeländer, Hotelmöbel aus Metall oder auch Zaunanlagen haben bereits die Firmenhalle verlassen. Das Leistungsspektrum reicht von Planung und Konstruktion über die Produktion bis hin zur Montage. Das nur sechsköpfige Team hatte damit das ganze Jahr zu tun. "Ich habe niemanden in Kurzarbeit geschickt", zeigt sich Riedel froh und hofft, dass die regionalen Aufträge weiter über die schwierigen Zeiten tragen.



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