Gewerbetreibende wollen Oelsnitzer wachrütteln

Aktion In der Innenstadt sieht es traurig aus

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Brit Grögor gehört zu den Innenstadt-Händlern. Deren Aktion soll wachrütteln. Foto: R. Wendland

Oelsnitz. Für Aufmerksamkeit hat die Aktion der Gewerbetreibenden in Oelsnitz definitiv gesorgt. Die Schaufenster waren schwarz verhängt und im Vordergrund gut sichtbar farbig schrille Plakate auf denen zu lesen war: "Ohne uns würde etwas f hlen". Das "e" im Satz hat man bewusst weggelassen. Es soll das Fehlen symbolisieren.

Die Botschaft, die man vermitteln will "Nutzt den Service vor Ort". Brit Grögor gehört zu den Innenstadt-Händlern, die in der Kammerrat-Beck-Straße angesiedelt sind. Grögor führt dort das Handarbeitsgeschäft "Wollwurm". Sie sagt: "Aus der Bevölkerung habe ich sehr positive Feedbacks bekommen. Es gibt viele Leute, die sagen, ihr habt recht." Auf der anderen Seite gibt es aber auch Leute, so die Erfahrung von Brit Grögor, die nur fragend schauen und nicht verstehen, was gemeint ist. "Es gab Kunden, die mich gefragt haben, ob die Einkaufstüten wegfallen, weil das "e" im Satz weggelassen worden ist", erzählt Grögor.

Die Unterstützung der Stadt hatten die Händler bei dieser Aktion. Eine Stadt ohne Geschäfte, das kann man sich schwer vorstellen, doch wenn immer mehr Händler aufgeben, weil sie mit dem Handel vor Ort ihren Lebensunterhalt nur schwer oder gar nicht mehr bestreiten können, sieht es irgendwann traurig aus in den Innenstädten. Das ist nicht nur in Oelsnitz so.