Großprojekt der Lebenshilfe Stollberg

Grundsteinlegung Werkstatt-Neubau entsteht mit Integrationsfirma und Zentralverwaltung

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Kay-Uwe Klaus ist Werkstatt-Leiter bei der Lebenshilfe Stollberg. Foto: R. Wendland

Stollberg. Die Lebenshilfe Stollberg setzt mit der Grundsteinlegung für einen Neubau ein Großprojekt weiter fort. Der erste Spatenstich war bereits im März 2017 dafür erfolgt. Das Objekt, das in den nächsten Monaten wachsen wird, ist ein Werkstatt-Neubau mit 120 Plätzen für Menschen mit Behinderung, mit Integrationsfirma und Zentralverwaltung. Gebaut wird an der Hohensteiner Straße in Stollberg - etwa 300 Meter Luftlinie vom Standort in der Albert-Schweitzer-Straße entfernt. Mit der Fertigstellung rechnet man Mitte 2019.

Die Integrationsfirma soll in Form einer Großküche etabliert werden. "Das Konzept ist so gestaltet, dass dort Menschen mit und auch Menschen ohne Beeinträchtigung zu Bedingungen des ersten Arbeitsmarktes zusammenarbeiten", erklärt Kay-Uwe Klaus, Werkstatt-Leiter bei der Lebenshilfe Stollberg. Wie es heißt, sollen dort künftig bis zu 1000 Gerichte täglich zubereitet werden nicht nur die Lebenshilfe, sondern eventuell auch für Gäste und Firmen in der Umgebung.

7,4 Millionen Euro Investition

Mit Fertigstellung des Neubaus in Stollberg will man die aktuell angemieteten Räume in Thalheim auflösen. Das Objekt genüge nicht mehr den heutigen Ansprüchen, so Klaus. Der 45-Jährige spricht davon, dass aktuell allein im Werkstatt-Bereich 350 Menschen mit Behinderung betreut werden. In Stollberg entstehen im Rahmen des Bauprojektes 30 zusätzliche Plätze für chronisch psychisch kranke Menschen.

Was die Investitionssumme für das Großprojekt insgesamt angeht, spricht man aktuell von 7,4 Millionen Euro, die in den Bau hineinfließen. Unterstützt wird das Projekt von Land und Landkreis mit 4 Millionen Euro. Bei der Lebenshilfe Stollberg sind 230 Personal-Mitarbeiter beschäftigt. Hinzu kommen die verschiedenen Bereiche - Werkstatt, Wohnen sowie Pflege und Tagespflege. Außerdem gibt es den familienunterstützenden Dienst, die sozialpädagogische Familienhilfe, eine Frühförderung und man betreibt vier Kindertagesstätten und einen Schulhort.