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Heimatfest-Umzug auf Garage verewigt

Erinnerung 725-Jahr-Feier von Krumhermersdorf - Ein Dorf erinnert sich an ein Großereignis

Krumhermersdorf. 

Krumhermersdorf. Das Schul- und Heimatfest vom 10. bis 18. Juni 2017 anlässlich der 725-Jahr-Feier von Krumhermersdorf liegt zwar schon über zwei Jahre zurück, doch noch immer erinnern sich die Einwohner der 1300-Seelen-Gemeinde mit Freude an ihr Großereignis, welches die Bewohner in Zusammenarbeit mit den Ortsvereinen auf die Beine stellten. Neben dem Klassentreffen aller ehemaligen Schülerinnen und Schüler der Krumhermersdorfer Schule war der abschließende Festumzug das größte Highlight.

Einführung von 25-Jahre-Rhythmus

Während mit dem Jahr 1967 das letzte Ortsfest der kleinen Gemeinde bereits ein halbes Jahrhundert zurücklag, will man künftig nicht noch einmal so viele Jahrzehnte ins Land gehen lassen in punkto Neuauflage und denkt dabei an einen 25-Jahres-Rhythmus. Dann wollen die Bewohner ihr Dorf wieder extra schick machen.

Auf dem Grundstück von Gunter Gerlach in der Nähe des Sportplatzes erinnert seit vergangener Woche bildhaft an das Heimatfest eine 2 mal 1,25 Meter große Wandmalerei. "Ich möchte etwas Bleibendes in unserem Ort hinterlassen", sagt Gunter Gerlach. Es ist eine Arbeit der Malerin Nicole Musch.

Gemälde innerhalb einer Woche fertig

Sie ist gebürtige Karl-Marx-Städterin und lebt seit 2013 im beschaulichen Ort. Die 38-Jährige hat an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg studiert. "Als Gunter zu mir kam, dass ich ihm ein Bild an die Wand machen solle, war ich zunächst baff. Und ich hatte bis dahin etwas derartiges noch nicht gemacht. Doch ich habe gesagt okay, ich mache das und habe mir zunächst einen Entwurf gemacht. Man muss das Bild rastern, damit sich die Perspektiven weniger verzerren. Man könnte auch einfach darauf los malen, aber ich denke, es ist für so eine Wandmalerei, wofür es ein Motiv gibt, weniger günstig. Man muss auch das Wetter im Blick haben", sagte die Malerin, die das Gemälde innerhalb einer Woche fertigstellte.