Hutzenobnd mit Chorgemeinschaft

VEREINE IM BLICK 140 Jahre Erzgebirgszweigverein Schwarzenberg

Schwarzenberg. 

Schwarzenberg. Kürzlich feierten die Mitglieder des Erzgebirgszweigvereins (EZV) Schwarzenberg im Ratskeller das 140-jährige Bestehen mit einem Hutzenobnd.

Der Erzgebirgsverein wurde am 5. Mai 1887 in Aue gegründet. Noch im Gründungsjahr entstanden erste Zweigvereine. Am 2. Juli 1878 gründeten heimatbegeisterte Herren im Bad Ottenstein den EZV Schwarzenberg. Mit aufkommenden Tourismus im Erzgebirge Ende des 19. Jahrhunderts - die "Sommerfrische" und das Skifahren kamen in Mode - befasste sich der Erzgebirgsverein mit dem Bau von Berggasthäusern, Aussichtstürmen und mit an den Ortsgrenzen übergreifenden Wanderwegen.

Nach dem Krieg erfolgte die Auflösung und Liquidierung des Erzgebirgsvereins einschließlich Zweigvereine durch das Gesetz Nr. 2 des Alliierten Kontrollrates vom 10. Juni 1945. Die Ereignisse im Herbst 1989 mit der wirtschaftlichen und politischen Niederlage der DDR und die friedliche Revolution waren bestimmend für die Wiederbelebung des Erzgebirgsvereins im Erzgebirge. In Schwarzenberg wurde der EZV am 1. November 1990 wiederbelebt. 1999 kam der EZV Bermsgrün nach Schwarzenberg.

Seit Wiederbelebung des EZV beschäftigten sich Heimatfreunde mit dem Altbergbau. So wurden Bergbaulehrpfade rekonstruiert und im Oswaldtal konnte eine Kaue der alten Gottes-Geschick-Fundgrube 2008 feierlich eingeweiht werden.

All das waren u.a. Themen eines festlichen Hutznobnds. Nach Grußworten von unserer Oberbürgermeisterin und Heimatfreundin Heidrun Hiemer und unserer EV-Bundesvorsitzenden Dr. Gabriele Lorenz begann der festliche Abend mit einem musikalischen Programm der Chorgemeinschaft Schwarzenberg. Nach einer Pause gab Vorsitzender Rolf Grünert einen Überblick in Wort und Bild von der Wiederbelebung des EZV Schwarzenberg 1990 bis in die Gegenwart.