Kräuter-Schnaps, Musik und gute Laune

Bilanz Stampfenfest an der "Knochenstampfe"

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Das Gelände der "Knochenstampfe" ist immer einen Besuch wert. Foto: Armin Leischel

Dorfchemnitz. Am vergangenen Wochenende wurde rund um das Technische Museum "Knochenstampfe" das Stampfenfest gefeiert. Auf dem Gelände des Heimatmuseums indem Zwönitzer Ortsteil Dorfchemnitz sorgten Rezepturen für Kräuter-Mixturen, dazu Musik an allen Tagen rundum für gute Laune bei den Besuchern.

Ein Besuch des Heimatmuseums "Knochenstampfe" gehört schon seit vielen Jahren zum Pflichtprogramm. Neben der alten wasserradbetriebenen Anlage sind das Zimmer zur traditionellen Strumpfwirkerei, die ornithologische Ausstellung und die Sammlung historischer Weihnachtsberge besonders sehenswert. Die Gebäudehülle des ehemaligen Bauernhofs ist mit seinem Rautenfachwerk einmalig in Sachsen.

Die Hauptattraktion des Museums ist das Stampfenwerk, mit dessen Hilfe Tierknochen zu Dünger zerkleinert wurden. Darüber hinaus beherbergt das Gebäude aber noch weitere Sehenswürdigkeiten. So findet man hier den ältesten erhaltenen altdeutschen Steinbackofen Sachsens, welcher bereits 1585 gebaut wurde. In mehreren Räumen können verschiedene thematische Ausstellungen besichtigt werden, die eng mit der Geschichte von Dorfchemnitz verbunden sind.

Besonders zu erwähnen ist hierbei die Ausstellung zu Ehren von Samuel Freiherr von Pufendorf, dem bedeutendsten Sohn des Ortes. Er wurde 1632 in Dorfchemnitz geboren und erlangte als Rechtslehrer und Historiker Weltruhm auf den Gebieten des Natur- und des Völkerrechts.