Kreissportbund: Vereine trotzen der Überalterung

Sport Mehr Mitglieder, aber weniger Vereine im Erzgebirge

Der Kreissportbund Erzgebirge hat zur Jahrespressekonferenz Zahlen auf den Tisch gelegt. Foto: R. Wendland

Annaberg . Die Mitglieder-Entwicklung beim Kreissportbund Erzgebirge gestaltet sich weiter positiv. Wie Geschäftsführer Daniel Schneider erklärt, sei die Zahl im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. In Summe spricht er von 1.169 Mitgliedern, sodass man insgesamt 53.368 zählt. Allerdings ist die Zahl der Vereine um fünf gesunken auf 465. "Dennoch sind wir spitze in Sachsen", so Schneider.

Generationenwechsel wird zum wichtigen Thema in ganz Sachsen

"Eine Dienstleistung fügt der Kreissportbund seinem Portfolio hinzu. Dabei geht es um den Generationswechsel - wenn Ältere den Verein verlassen, müssen Jüngere nachrücken. Die Verantwortungen müssen übergeben werden, um den Fortbestand des Vereins zu sichern", erklärt Schneider. Der Kreissportbund setzt auf individuelle Beratung vor Ort. Man wolle mit den Leuten sprechen und den Prozess begleiten, ohne etwas zu diktieren.

Das Ganze wird in den nächsten Jahren ein Schwerpunktthema, nicht nur beim Kreissportbund Erzgebirge, sondern in ganz Sachsen, da ist Schneider sicher. Ein Trend gehe auch dahin, dass sich Vereine aus dem Liga-Betrieb zurückziehen, aber ihren Sport im Freizeitbereich weiter betreiben. "Gerade im Volleyball gibt es viele, die aus dem Fachverband raus sind", so Schneider. Im Rahmen der Jahrespressekonferenz hat man der Erzgebirgssparkasse für das Engagement im Sport und die Unterstützung gedankt und die Urkunde als "Erzfreund" überreicht.