Kunst mit Fäden und Perlen

Klöppelverein Grünhainer Frauen halten erzgebirgische Tradition fest in den Händen

Die Frauen des Klöppelvereins Grünhain fertigen neben Borten und Deckchen auch die vielfältigsten dekorativen Wand- und Schmuckelemente. Schon vor der Wende wurden zu DDR-Zeiten fleißig die Fäden geschlagen. Seitdem entstehen mit Garn, Bändern, Mineralien und sogar Holzperlen wunderschöne Arbeiten. Verzierte Taschen mit farbigen, geklöppelten Herbstblättern. Bei der Chrysanthe-Technik entstehen kleine Kunstwerke in Tropfen-, Oval- oder Herzform. Beim Schauklöppeln konnten Elfriede Kühn aus Thalheim und Christine Kühn aus Brandis die vielen Möglichkeiten auf dem Spiegelwald kennenlernen, wie mit Garn, Bändern und sogar Holzperlen wunderschöne Arbeiten entstehen. Auch die Brügger Blumenspitze ist eine sehr beliebte Klöppeltechnik, die unter anderem die Leiterin Annelie Matscheski beherrscht. Kreativ die Arbeit von Thea Fröhlich an einem Fensterbild und Silke Weißflog war dabei, den geklöppelten Einsatz mit Metallfäden für einen Lichterbogen anzufertigen.

Jährlich zeigen sie ihre Arbeiten in einer Sonderausstellung auf dem Spiegelwald. Ihr Domizil haben die ehrenamtlich tätigen 22 Klöpplerinnen in der alten Töpferei im Klostergelände. Dort lassen dienstags von 16 bis 18 Uhr die Kinder und von 18 bis 20 Uhr die Erwachsenen die Klöppel fliegen.

"Zum Pyramidenanschieben am 1. Advent in der Klosterstatt kann man uns ebenfalls beim Klöppeln über die Schulter schauen und wer Interesse an dieser schönen Handwerkskunst findet, darf gern öfters kommen und selbst in unserer Runde mit klöppeln", meinte die Leiterin Annelie Matscheski, die betonte: "Probleme bei der Zahl der Mitglieder haben wir nicht, aber wir möchten, dass vor allem junge Menschen einmal die Tradition des erzgebirgischen Klöppelns mit Begeisterung fortführen und eigene kreative Ideen einbringen."