Leader-Programm für das Erzgebirge trägt Früchte

Programm Staatsminister lobt Verantwortungsbewusstsein

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Minister Thomas Schmidt (Mitte) mit der Delegation vor der Tagespflege Illig in Cranzahl. Foto: Ilka Ruck

Erzgebirge. Thomas Schmidt, Sächsischer Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, hat am 25. Juli die beiden Leader-Gebiete "Annaberger Land" sowie "Westerzgebirge" im Erzgebirgskreis besucht. Vor Ort informierte sich der Minister über die Umsetzung des Leader-Programms sowie über konkrete Projekte, die mithilfe der Mittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums (ELER) unterstützt werden.

Staatsminister zeigt sich begeistert

"Ich freue mich über das hohe Maß an Kreativität, Eigeninitiative und Verantwortungsbewusstsein, das bei den Beteiligten in den Leader-Gebieten zu spüren ist", lobte der Minister. "Wir haben den Gebieten große Freiheiten eingeräumt, über ihre Ziele und die daraus resultierenden Projekte selbst zu bestimmen. Diese Freiheiten haben sie hervorragend genutzt."

In beiden Regionen spüre man die lange Erfahrung mit regionaler Beteiligung, weil die Strukturen schon seit vielen Jahren bestehen. Der Erzgebirgskreis besteht aus sechs Leader-Gebieten. Mit rund 60.000 Einwohnern ist das "Annaberger Land" eines der kleineren sächsischen Leader-Gebiete. Ihre Entwicklungsstrategie hat das Gebiet unter das Leitbild "Annaberger Land ist 'Echt Erzgebirge': Familienfreundlich - Weltoffen - Stark durch gemeinsames Handeln" gestellt.

Zwölf Millionen bis 2020

Bis zum Jahr 2020 hat das Gebiet ein Budget von rund zwölf Millionen Euro, mit dem es über die Förderung von Vorhaben entscheiden kann. In der Gemeinde Crottendorf übergab der Minister einen Förderbescheid über 44.350 Euro für eine moderne LED-Straßenbeleuchtung. Danach besichtigte die Delegation die Umnutzung des ehemaligen Verwaltungsgebäudes des Säge- und Hobelwerkes Cranzahl zu einer Tages- und Kurzzeitpflege für die Häusliche Krankenpflege. Zweites Ziel in der Region war Familie Berger im Ortsteil Sehma, die dort eine bisherige Scheune zu Wohnzwecken umbauen wird.