Made im Erzgebirge: Die spinnen doch alle!

Trend Seiffener Spielzeugmacher produziert eigene Fidget Spinner

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Wolfgang Werner und Juliane Kröner (v.l.) mit den erzgebirgischen "Spinnern". Foto: Jan Görner

Seiffen. Fidget Spinner sind derzeit bei Kindern und Jugendlichen sehr beliebt. Sie lassen sie in den verschiedensten Farbkombinationen sowie mit und ohne Sondereffekte zwischen Daumen und Zeige- oder Mittelfinger rotieren. Nun gibt es dieses Spielzeug auch made im Erzgebirge. Der Seiffener Spielzeugmacher Wolfgang Werner produziert sie in zwei verschiedenen Varianten.

Was sind "Spinner" überhaupt?

Natürlich sind sie typisch Erzgebirge. "Bei den Spinnern handelt es sich um eine Kreiselart. Kreisel sind in den vergangenen 200 Jahren immer in Seiffen produziert worden", so der Fachmann. Das generelle Prinzip der Fidget Spinner ist auch bei der Seiffener Variante zu finden. Deren Zentrum bildet ein leicht gängiges Kugellager. Die drei äußeren Flügel werden mit Gewichten versehen. Mit Daumen und Zeige- oder Mittelfinger gehalten, können die Flügel in Rotation versetzt werden.

Interessanter Nebennutzen

Natürlich lassen sie auch verschiedene Kunststücke und Wettbewerbe zu. Seiffener Spinner sind natürlich aus Holz und zwar naturfarben, orange, grün und blau. Der Rest dient gleichzeitig auch als Sparbüchse, den als Gewichte dienen je nach Größe 20- oder 50-Cent-Münzen. Je nach finanziellem Wohlstand können drei, sechs oder neun Gewichte in die drei Flügel geklemmt werden.

Ein Spielzeug ohne Elektronik

Vertrieben werden sie unter anderem bei der Dregeno. Deren geschäftsführender Vorstand Juliane Kröner ist von dem Konzept überzeugt. "Die Spinner gehen weg wie warme Semmeln", versicherte sie. Wolfgang Werner freut sich vor allem darüber, dass es mit den Spinnern ein modernes Spielzeug gibt, das ganz ohne Elektronik auskommt. Manche Eltern wollen genau wissen, dass die Spinner enorm beruhigend wirken können, wenn sie sich leise surrend drehen.