Märchenhafte Wanderung im Röthenbacher Wald

Familientag Kita "Borstel" veranstaltete am Samstag in Borstendorf eine Familienwanderung

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Die fünfjährige Alisa Schaufuß zielt mir Hilfe von Vorarbeiter Matthias Zeun vom Forstrevier Borstendorf ganz genau auf eine Keilerscheibe. Die Eltern von Alisa, Mandy Schaufuß und Thomas Klotz, verfolgen die Schießkünste ihrer Tochter. Foto: Dirk Trautmann

Borstendorf. Da steht doch mitten im Röthenbacher Wald bei Borstendorf am Wegrand eine Holzkiste mit der verführerischen Aufschrift "Schatzkiste".

Auch die Kinder, die noch nicht lesen können, mussten am Samstag hinein schauen, waren doch genügend Eltern und größere Geschwister bei der Familienwanderung der Borstendorfer Kindertagesstätte "Borstel". Auch Nils Schlegel konnte der Versuchung nicht widerstehen. "Aber die war leer, es war überhaupt nichts in der Kiste drin", erzählte der Dreijährige.

Ein schöner Familienausflug

Auch die Eltern Daniela und Sebastian Schlegel vergewisserten sich, dass wirklich nichts in der vermeintlich Schatzkiste war. "Nils ist aus dem Buggy gestürzt, als er hinrennen wollte", sagte Daniela Schlegel, die schon mehrfach bei der Wanderung dabei war. "Das war erst mit unserer Tochter Lilly und jetzt eben mit Nils. Das ist jedes Mal schön, gut organisiert und es macht auch einfach Spaß, sich mit anderen Eltern zu unterhalten", schätzte die Borstendorferin ein.

Der Mutti-Vati-Tag als Familienwanderung wurde wieder organisiert von der Borstendorfer Kindertagesstätte "Borstel" organisiert. "Wir wechseln jährlich zwischen einer Wanderung und einem Sporttag, dieses Mal war die Wanderung dran, wieder unter einem anderen Motto", erzählte Kitaleiterin Evelyn Richter.

Prangte in den vergangenen Jahren die Aufschrift "Moosmännelwald" an den Bäumen, avancierte der Röthenbacher Wald am Samstag zum "Märchenwald". Und auch Evelyn Richter hatte sich angepasst. War sie schon mal als Moosmännel unterwegs, gab sie am Samstag das Rotkäppchen. Mit echt roter Kappe über schwarzem Zopf.

Viele Aktionen für die Kinder

Auch die insgesamt sechs Stationen waren, wenn nicht ganz märchenhaft, so doch einfach zauberhaft und mit viel Gefühl fürs Detail aufgebaut. Die "sieben Schwaben" mussten einen Schlängellauf mit Lanze absolvieren und einen schrecklich gefährlichen Luftballon erstechen, an der Station "Das Tapfere Schneiderlein" wurden Becher mit Bällen beworfen.

Besonders beeindruckt waren Kinder und Eltern an der Station "Märchenerzähler", weil Erzieherin Sabine Uhlig mit wehendem Haar und Bart auch verschiedene Kästen dabei hatte, in denen die Kinder und Eltern typische Gegenstände aus Märchen ertasten konnten. "Eine Kugel war eben das Märchen vom Froschkönig, ein Schuh stand für Aschenputtel", sagte Evelyn Richter, die wieder auf die Erzieherinnen der Kita und auch auf den Sachsenforst zählen konnte.

Die Organisatoren kennen sich schon aus

"Für uns war es keine lange Vorbereitungszeit, denn wir sind geübt darin", sagte Revierleiter Mischa Schubert. Jährlich wird gewechselt zwischen der Kita "Borstel" und der Kita "Regenbogen" aus Großwaltersdorf. "Das ist auch für uns eine willkommene Abwechslung", versicherte der Revierleiter.

Nicht nur Eltern waren bei der Wanderung dabei, denn mit Andreas Schaufuß "schmuggelte" sich ein Opa mit hinein. "Ich war schon oft dabei und dieses Jahr war es wieder sehr gut organisiert. Der Aufwand dafür ist bestimmt groß", sagte der Eppendorfer. Die viele Arbeit, die Evelyn Richter und ihre Frauen sowie Mischa Schubert und seine Männer investieren wird gesehen und gewürdigt.