MC Scheibenberg zeigt Oldtimer

Motorsport Zweiradausstellung bekannter DDR-Marken in Scheibenberg

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Privatfahrer Alfons Hoffman auf dem alten Sachsenring bei einem WM-Lauf. Foto: Thomas Fritzsch

Scheibenberg . Der Motorsportclub (MC) Scheibenberg präsentiert am 4. und 5. November in der Turnhalle von Scheibenberg nach 2010 und 2012 zum dritten Mal eine Zweiradausstellung. Zu sehen sind verschiedene Modelle bekannter DDR-Marken aus dem Bereich Motorsport, aus dem täglichen Gebrauch und vieles mehr.

57 Jahre Historie

Der Verein MC Scheibenberg selbst blickt auf 57 Jahre Motorsport zurück, der 14. Mai 1960 ist sein Gründungsdatum. Von anfangs 39 Mitgliedern wuchs die Zahl bis 1976 auf 152 Mitglieder an. Bis 1970 wurden zehn Veranstaltungen im Bereich Skikjöring durchgeführt, dazu kamen bis 1990 insgesamt 35 Trialveranstaltungen. Es gab Straßenrennsportveranstaltungen, Bergrennen und verschiedenes anderes. Nach der Wende wurde es zunächst still ums Vereinsleben. Nach dem Beitritt des Vereins zum AvD erlaubte es jedoch der finanzielle Spielraum, 1994 das erste "Skoda-Felicia-Treffen" durchzuführen.

Erfolge sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene

Heute sind 70 Mitglieder, darunter zahlreiche Kinder und Jugendliche, innerhalb der fünf Sektionen Trial, Oldtimer, Rallye Sport, Straßenrennsport sowie bei historischen Gleichmäßigkeitsfahrten unterwegs. Im Straßenrennsport errangen in den Anfangsjahren Fahrer wie Klaus Enderlein oder Alfons Hoffmann Erfolge auf nationaler wie internationaler Ebene. Letztgenannter trat im Herbst des Jahres 1961 dem Verein bei. Das überdurchschnittliche Potenzial des Markersbachers ermöglichte dem Privatfahrer in den Jahren 1969 bis 1972, im letzten WM-Lauf am Sachsenring bei Hohenstein-Ernstthal die Teilnahme auf Weltmeisterschaftsebene. Heute ist es Stefan Holz aus Walthersdorf, der den Motorsportclub international vertritt. Ganz groß ist der MC Scheibenberg nach wie vor im Trialsport aufgestellt. Hier fahren die Brüder Paul und Max Schmelzer erfolgreich in der höchsten Klasse der Ostdeutschen Trial Meisterschaft. Auch in puncto Nachwuchs tut sich einiges, hier sind Konrad und Schwester Anika Vetter erfolgreich unterwegs. Geöffnet ist die Ausstellung am 4. November von 13 bis 18 Uhr und am 5. November von 10 bis 17 Uhr.