Mehr Geld für den Denkmalschutz

Sanierung Wolkenstein bekommt Fördermittel vom Freistaat

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Das ehemalige Hotel "Goldene Sonne" in der Wolkensteiner Innenstadt soll saniert werden. Foto: Sandra Häfner

Wolkenstein. Die Stadt Wolkenstein erhält für den Erhalt historischer Bausubstanz und der damit einhergehenden Sanierung von Gebäuden in der Altstadt mehr Geld vom Freistaat. Der Stadtrat stimmte der Bereitstellung der Fördermittel aus dem Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz" in Höhe von rund 950.000 Euro durch das Land Sachsen einstimmig zu. Damit sollen die "Alte Pfarre" hinter der Kirche sowie das ehemalige Hotel "Goldene Sonne" saniert werden.

Stadt kann die Sanierung nicht finanzieren

Vor allem letzteres gilt als großes Sorgenkind der Stadt im mehrheitlich sanierten Innenstadtensemble. Das Haus, das sich direkt an der Zufahrt zur historischen Altstadt mit Schloss und Kirche befindet, soll seit vielen Jahren rekonstruiert werden, doch die Pläne schlugen fehl. Die beiden Vorhaben übersteigen mit ihrem Finanzbedarf die eigentlich der Stadt zur Verfügung stehenden Mittel.

Um die Pläne für die Sanierung der Altstadt jedoch umzusetzen, gewährte das Land in einer Einzelfallentscheidung die zusätzliche Zuwendung, geht aus der Beschlussvorlage des Rathauses hervor. An der dringend nötigen und ebenfalls seit längerem vorgesehenen Erneuerung der "Alten Pfarre" beteiligt sich neben dem Freistaat auch die Landeskirche mit einem finanziellen Zuschuss.

Aus Hotel wird Wohnhaus

Der Gebäudekomplex des alten Hotels "Goldene Sonne" an der Ecke Annaberger Straße/Marktstraße in der Altstadt, das 1789 errichtet worden war und lange Zeit als erstes Haus am Platze galt, konnte bisher aufgrund einer schwierigen Gebäudesubstanz, die erhebliche finanzielle Mittel fordert, nicht erfolgen, so die Vorlage.

Doch jetzt strebe der Eigentümer eine umfassende Modernisierung und die Umnutzung zu einem Wohnhaus an. Derzeit finden mit dem Amt für Denkmalpflege Abstimmungen zu Varianten für die geplante Umnutzung statt.