Menschen mit Behinderung gleichberechtigt integrieren

ZUSAMMENARBEIT Komfortabel muss für alle möglich sein

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Die Senioren- und Behindertenbeauftragte des Erzgebirgskreises, Helga Dittrich, begrüßt die barrierearme Umgestaltung. Foto: Leischel

Schwarzenberg. Der Freistaat Sachsen setzt sich dafür ein, dass Menschen mit Behinderungen selbstbestimmt leben können und gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben. Um das Ziel einer inklusiven Gesellschaft zu erreichen, bedarf es der Zusammenarbeit aller Partner, aber auch der konkreten Unterstützung der Menschen mit Behinderungen in der jeweiligen Lebenssituation.

Helga Dittrich ist seit 2009 die Senioren- und Behindertenbeauftragte des Erzgebirgskreises, die durch den Kreistag gewählt wurde. Zum Lokaltermin am 30. Januar, an dem Staatsministerin Barbara Klepsch den Fördermittelbescheid zur barrierearmen Umgestaltung eines Teiles der Oberen Schloßstraße in Schwarzenberg übergab, sagte sie: "Mit der Stadt Schwarzenberg gibt es bereits schon seit längerem eine fruchtbare Zusammenarbeit. In einer Studie haben wir festgestellt, dass eine barrierefrei zugängliche Umwelt für etwa mindestens 10 Prozent zwingend erforderlich ist, für etwa 30 bis 40 Prozent notwendig und für 100 Prozent komfortabel sein soll."

Das schließt neben älteren Menschen, Menschen mit vorübergehender Einschränkung ihrer Mobilität, Menschen mir Rollatoren, Gehhilfen und auch Eltern, die mit Kinderwagen unterwegs sind mit ein. "Deshalb freue ich mich, dass jetzt nach Möglichkeiten gesucht wurde, um den Bereich der Oberen Schloßstraße zumindest barrierearm umzugestalten, denn in Schwarzenberg leben immerhin 1.889 Menschen mit einer Schwerbehinderung", so die Seniorenbeauftragte.