Ministerin Köpping stellt ihre Streitschrift vor

Lesung Staatsministerin Petra Köpping im Ratskeller Schwarzenberg zu Gast

Schwarzenberg. 

Schwarzenberg. Mit ihrem Buch "Integriert doch erstmal uns - eine Streitschrift für den Osten" hat Petra Köpping, Staatsministerin für Gleichstellung und Integration in Sachsen, für ordentlich Wirbel und heftige Diskussionen gesorgt. Denn in diesem Buch setzt sich die 60-Jährige Landespolitikerin kritisch mit Hoffnungen und Verwerfungen der Nachwendezeit auseinander. Die oftmals verfehlte Treuhandpolitik ist genauso ein Thema, wie die Abwertung von Berufsabschlüssen oder auch Verlust von Betriebsrenten. Außerdem fragt sich Staatsministerin Petra Köpping, was das alles mit den heutigen Entwicklungen in Sachsen zu tun hat. Denn auch diese betrachtet sie kritisch.

An diesem Mittwoch gastiert Petra Köpping, die seit 2009 Mitglied des Landtages ist, auf Einladung der SPD-Landtagsabgeordneten Simone Lang und der Friedrich-Ebert-Stiftung Leipzig im Ratskeller Schwarzenberg. Die Autorin wird dort ihr Buch interessierten Erzgebirgern persönlich vorstellen und anschließend gern auch mit ihnen ins Gespräch kommen. Die Lesung beginnt am Mittwoch 17.30 Uhr. Köpping ist seit mehr als 20 Jahren in der Politik aktiv. Sie war Bürgermeisterin, Landrätin und Abgeordnete im Sächsischen Landtag. In der aktuellen Landesregierung erfüllt sie die Aufgabe der Gleichstellungs- und Integrationsministerin. In dieser Funktion war die Sozialdemokratin mit den markanten roten Haaren vor allem während der Flüchtlingskrise von 2015 bis 2016 gefragt. "Ich schätze sehr an ihr die Gradlinigkeit und ihre Kontinuität bei diesem Thema", sagt Simone Lang, die Köpping nach Schwarzenberg eingeladen hat.

Das Leben und die Stimmung in den neuen Bundesländern habe ihre Parteikollegin sehr genau analysiert. Und das nicht etwa vom Schreibtisch aus, sondern ganz praktisch aus ihrem beruflichen Umfeld heraus. "Sie war ja Bürgermeisterin im Leipziger Vorland und Landrätin. Sie ist ähnlich wie ich eine Politikerin, die sich den Menschen verbunden fühlt", sagt Simone Lang, die sich sehr auf den Abend mit der Ministerin freut. Die Breitenbrunnerin hatte Köpping auch während der Flüchtlingskrise ins Erzgebirge gelotst und zum Teil unbequemen Gesprächsrunden mit ihr eingeladen.