Mit Warnweste und Helm nach Stuttgart

Fussball Dirk Schuster setzt auf starke Defensive beim VfB - Offensiv müssen neue Lösungen her

Aue/Stuttgart. 

Aue/Stuttgart. Mit einer extrem kämpferischen Leistung hat sich der FC Erzgebirge Aue am Freitag vor einer Woche vor heimischem Publikum präsentiert und dem Tabellenspitzenreiter, Arminia Bielefeld, einen Punkt abgerungen. In dieser Woche geht es erneut zu einem der potenziellen Aufstiegskandidaten - es geht für die Veilchen zum VfB Stuttgart. Und auch dort möchte der FC Erzgebirge Aue eine Art Bollwerk sein.

Ein wichtiges Spiel

Mit einem Heimsieg würde der VfB Stuttgart weiterhin ganz oben mitmischen, das weiß auch FCE-Cheftrainer Dirk Schuster: "Das wird auch ihr Ziel sein." Daher legt er - ähnlich wie im Spiel gegen Tabellenführer Arminia Bielefeld - viel Wert auf die Defensivarbeit seines Teams. Daher möchte er, dass sein Team die Warnweste anzieht, den Sturzhelm aufsetzt, um damit den VfB Stuttgart zum Stehen zu bekommen. Allein damit allerdings gewinnt man keine Spiele, sondern erkämpft sich maximal ein torloses Unentschieden. Das ist auch dem Cheftrainer klar: "Wir brauchen vorn aber auch noch die ein oder andere bessere Lösung, um noch torgefährlicher zu werden", meint Schuster. Er verweist vor der Begegnung auch darauf, dass der Marktwert beider Mannschaften sich deutlich unterscheidet. Der FC Erzgebirge Aue arbeitet im Vergleich mit bescheidenen Mitteln. Allerdings lässt Schuster keinen Zweifel daran, dass sich seine Mannschaft so teuer wie möglich verkaufen möchte.

In der Defensive hat in der vergangenen Woche auch der Auer Winter-Neuzugang überzeugt. Jacob Rasmussen, den die Lila-Weißen vom AC Florenz ausgeliehen haben, wollte in Aue Erfahrungen auf dem Rasen sammeln. Bei seinem Stammverein bekam er diese im vergangenen Jahr nicht. Der 22-Jährige musste sich immer wieder in Geduld üben. Seine neuen Mannschaftskollegen sehen in ihm einen sehr positiven Menschen.

Zudem ist sogar den Fans beim Testspiel des FCE gegen den 1. FC Lok Leipzig aufgefallen, dass Rasmussen ein "Lautsprecher" ist. Der junge Profi übernimmt Verantwortung und dirigiert seine Kollegen.