Nach dem Brand in Weipert: Aufklärungen sind nötig

Feuer Alexander Krauß hinterfragt Fehlen der Bärensteiner Feuerwehr

Weipert. 

Weipert. Nachdem am vergangenen Sonntag acht Menschen bei einem Brand in einem Pflegeheim in Weipert (Vejprty) ums Leben gekommen sind und sieben weiter mitunter schwer verletzt worden, laufen nun die Untersuchungen zur Aufklärung der Tragödie. Der CDU-Abgeordnete Alexander Krauß hat in diesem Zusammenhang eine schnelle Aufklärung gefordert, warum die Feuerwehr aus dem nahen, auf deutscher Seite angrenzenden, Bärenstein nicht an dem Einsatz beteiligt war. Zehn Minuten nach der Brandmeldung war die Weiperter Feuerwehr vor Ort, später auch Feuerwehren aus Komotau, Klösterle (Klášterec) und Schmiedeberg (Kovářska) Krauß sagt: "Vielleicht hätten Menschenleben gerettet werden können, wenn die grenzüberschreitende Zusammenarbeit besser funktioniert hätte."

Kritik von Weiperts Bürgermeisterin

Bei einer Pressekonferenz mit Tschechiens Premierminister Andrej Babiš hatte Weiperts Bürgermeisterin Jitka Gavdunová das Fehlen der deutschen Feuerwehr kritisiert. Lukáš Marvan, Sprecher der Feuerwehr im Kreis Aussig erklärte hingegen, dass keine weiteren Einsatzkräfte benötigt worden seien.

Aus dem Ergebnis für die Zukunft lernen

Krauß kündigte ein Gespräch zwischen der tschechischen und deutschen Seite an. Dieses sei am Donnerstag geplant, zu dem auch der deutsche Botschafter in Prag, Christoph Israng, nach Weipert komme. "Wenn wir das nächste Mal etwas besser machen können, dann sollten wir aus dem Ereignis lernen", sagte Krauß. Die tschechische Feuerwehr habe sehr professionell geholfen. Dennoch solle geprüft werden, ob künftig eine schnellere Brandbekämpfung an der Grenze möglich ist.