Nach Kletterunfall: Mahnende Worte vom Bürgermeister

Wolkensteiner Schweiz Wolfram Liebing mahnt mutige Besucher zur Vorsicht

Wolkenstein. 

Wolkenstein. Nach dem Kletterunfall, der sich vor wenigen Tagen in der Wolkensteiner Schweiz ereignet hat, appelliert Bürgermeister Wolfram Liebing an die Einstellung derjenigen, die sich auf die Kletterrouten wagen: "Wie bei vielen Hobbys muss jeder lernen, eigene Grenzen einzuschätzen." Grenzen dürften nicht überschritten werden, da sich die "Natur nicht übertölpeln lässt". Neben Kraft ist also vollste Konzentration gefordert, zumal die Felsen derzeit noch sehr kalt sind. Das mache es schwieriger, mit den Fingern den Halt zu wahren.

Sportler sollen kommen - aber achtsam sein

Dennoch ist Wolfram Liebing gewusst, dass die neue Klettersaison gerade beginnt. Mit den Temperaturen steigt auch die Zahl der Personen, die in der Natur etwas unternehmen wollen. Dabei hofft der Bürgermeister, dass es wieder viele Wanderer, Fahrradfahrer und auch Kletterer zur einzigartigen Felslandschaft in Wolkenstein verschlägt. Dies ist eine der touristischen Attraktionen der Stadt. Handlungsbedarf bezüglich der Sicherheitsvorschriften sieht Liebing trotz der jüngsten Ereignisse nicht. Jedem Besucher, der sich auf eine Klettertour wagt, müsse bewusst sein, was er alles beachten muss.

Unachtsamkeiten sind aber nicht auszuschließen, sodass Unfälle passieren können. Allerdings hielt sich die Zahl und die Schwere der Verletzungen in den letzten Jahren in Grenzen. Auch der 35-jährige Mann, der am vergangenen Wochenende rund 20 Meter in die Tiefe gestürzt war und dann per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht wurde, hatte Glück im Unglück. Bis auf einen Bruch des Sprunggelenks waren keine schwerwiegenden Folgen zu beklagen. Als Unfallursache wurde von der Polizei die falsche Bedienung des Abseilgerätes genannt. Auch darüber sollte man sich vorher genau informieren.