Nachfrage nach Arbeitskräften weiterhin hoch

Agentur Das Erzgebirge verteidigt den sächsischen Spitzenplatz

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Zur Pressekonferenz im Job Café legten Siegfried Bäumler und Simone Heinrich die Arbeitsmarktzahlen vor. Foto: Ilka Ruck

Erzgebirgskreis. Auf dem Arbeitsmarkt sieht es gut aus. "Weniger arbeitslose Menschen und mehr Beschäftigte", so lässt sich die Entwicklung im Jahr 2017 im Erzgebirgskreis kurz zusammenfassen, sagt Annabergs Arbeitsagenturchef, Siegfried Bäumler anlässlich der Bekanntgabe der Jahreszahlen für 2017. Die Arbeitslosenquote sank von 6,3 Prozent auf 5,4 Prozent. "Damit hat sich die Arbeitslosigkeit im letzten Jahr weiter sehr positiv entwickelt und wir konnten über das gesamte Jahr unsere Spitzenposition in Sachsen halten", so Bäumler, der zugleich auf Qualifizierung setzt.

Viele Branchen haben Bedarf

Rund 1.000 Menschen begannen in den letzten 12 Monaten im Bezirk der Arbeitsagentur eine berufliche Weiterbildung. Insgesamt beliefen sich die Leistungen der aktiven Arbeitsförderung damit auf circa 29 Millionen Euro. Dennoch bleibt die Arbeitskräftenachfrage auf hohem Niveau und die Unternehmen suchen nach wie vor nach Fachkräften.

Im Jahresdurchschnitt waren 2.986 Arbeitsstellen beim Arbeitgeberservice der Annaberger Arbeitsagentur gemeldet. Das sind 436 Stellen mehr als im Vorjahr und ein Plus von 17 Prozent. Großen Bedarf haben Branchen wie Dienstleistungen, Baugewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen, Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen sowie das Gastgewerbe.

Job-Cafés einmal im Monat

Positiv ist, dass die Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zunimmt. Laut Prognosen des hauseigenen Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung wird die Arbeitslosigkeit weiter sinken und Beschäftigung kontinuierlich zunehmen. Auch 2018 haben die Job-Cafés der Agentur in Annaberg-Buchholz und Aue jeden letzten Dienstag im Monat geöffnet. "Damit möchten wir auch Kunden gewinnen, die schon in Beschäftigung sind. Im letzten Jahr gab es immerhin 500 Vorsprachen in beiden Job-Cafés. Knapp die Hälfte war das erste Mal in der Arbeitsagentur", freut sich der Chef.