OB Schmidt: "Stollberg kann sich messen"

Wirtschaft Ex-VW-Sachsen-Chef Löschmann beim Debattierclub

ob-schmidt-stollberg-kann-sich-messen
Bei der letzten Debattier-Club-Veranstaltung hat Oberbürgermeister Marcel Schmidt (re.) Dr. Frank Löschmann, den ehemaligen Chef von VW Sachsen, begrüßt. Foto: Ralf Wendland

Stollberg. Die Stadt Stollberg ist zweifelsohne ein Wirtschaftsstandort. Einige der Unternehmen, die am Ort ansässig sind, agieren weltweit. Mit Blick auf die Firmen sagt Oberbürgermeister Marcel Schmidt: "Wirtschaftlich gesehen, steht Stollberg gut da. Wir können uns mittlerweile mit durchschnittlichen westdeutschen Kleinstädten unserer Größenordnung durchaus messen." Im Umfeld der Unternehmen komme es darauf an, dass Mitarbeiter ein familiäres Flair erfahren.

Auf der Grundlage habe man deutlich kreativere Mitarbeiter. Beim letzten Debattier-Club hat Dr. Frank Löschmann, ehemaliger Chef von VW Sachsen, ein wenig über seine Erfahrungen aus der Wirtschaft berichtet und das bestätigt.

Ein weltweiter Aktionsradius der Unternehmen bedeute auch, dass ausländische Kunden in die Stadt kommen, so Marcel Schmidt, der in diesem Zusammenhang sagt: "Wenn eine Delegation aus anderen Ländern in Stollberg ist, sich ein Unternehmen anschaut, sich als Kunde beraten lässt und auch einen guten Eindruck mitnimmt, darf es nicht passieren, dass sich das Positive beim Umschauen in der Stadt mit etwas Negativem mischt."

Wenn man die Arbeitsplätze vor Ort erhalten und Geld verdienen wolle, müsse man mit Gästen ordentlich umgehen. Was Steuereinnahmen angeht, so werde es von den Konzernen in der Regel so gehandhabt, dass möglichst wenig an den Tochterstandorten verbleibt.

Schmidt nennt eine Zahl: "Das, was wir von den Steuereinnahmen behalten dürfen, ist unter einer Million Euro pro Jahr."