"Rund um Zschopau" elektrisiert Massen

Motorsport Regenfälle verlangen alles ab

Zschopau. 

Zschopau. Die Internationale Deutsche Enduromeisterschaft (DEM) gastierte vergangenes Wochenende mit dem vorletzten Lauf im Erzgebirge. Trotz eines strahlend blauen Himmels und angenehmer Temperaturen verlangte "Rund um Zschopau" einmal mehr den Teilnehmern alles ab. Denn die zum Teil starken Niederschläge der vorangegangenen Tage hatten den Boden völlig aufgeweicht. Am besten meisterte WM-Gaststarter Theo Espinasse aus Frankreich die neun Sonderprüfungen auf den drei je 85-Kilometer-Runden vor den begeisterten Menschenmassen. Insgesamt also eine würdige Generalprobe für die Enduro-Weltmeisterschaft, die 2020 vom 16. bis 18. Oktober in Zschopau und Umgebung gastiert. Dass alles wie am Schnürchen lief, dafür sorgte der Veranstalter MSC Rund um Zschopau im ADAC miz über 400 Helfern.

Gesamtsieger Theo Espinasse aus Frankreich hat sich vergangenes Wochenende an einem Goldenen Oktobertag in die Geschichtsbücher von "Rund um Zschopau" (RuZ) eingeschrieben.

Dies verfolgten tausende Zuschauer aus ganz Deutschland und darüber hinaus. Der 61-jährige Peter Fröhlich aus Gornsdorf war vor der Wende seit seiner Lackierer-Lehre 1975 beim Motorradbauer MZ in Zschopau beschäftigt.

Er erinnert sich: "Die Halle, in der jetzt der Prolog stattfindet, wäre einmal mein Arbeitsplatz geworden, da diese im Jahr 1987 für die Lackiererei und Galvanik gebaut wurde, jedoch aufgrund der politischen Wende nie in Betrieb genommen wurde. Ich interessiere mich seit ich denken kann für den Geländesport.

Rund um Zschopau gehört zum Erzgebirge. Die wirklichen Fans kommen nun mal von hier, das wird auch in Zukunft so bleiben. Schade, dass wir keine Motorradindustrie mehr hier haben. Für die WM im nächsten Jahr wünsche ich mir, dass sie wieder so erfolgreich wird wie die letzte."

Der 44-jährige Zuschauer Mike Trapp kam mit seinem 4-jährigen Sohn Marnique aus Dresden. Er kommt bereits seit 1998 nach Zschopau. "Die Veranstaltung hat einfach Tradition. Mein Sohn will unbedingt zum Schlammloch in Börnichen und in den Steinbruch."

Der 79-jährige Karlheinz Werzner aus Pockau: "Von Kindesbeinen an fahre ich Motorrad. Und seitdem ich mir 1956 mein erstes Motorrad kaufte, bin ich als Zuschauer bei Rundum Zschopau ununterbrochen dabei. Dass der "Hübler-Wald" erstmals eine Sonderprüfungist, finde ich ganz große Klasse und würde mich auch freuen, wenn die bei der WM mit drin ist."

Der 15-jährige Gymnasiast Eric Lehm aus Gelenau war Streckenposten in der ersten Sonderprüfung im Venusberger Steinbruch: "Es hat mir richtig Spaß gemacht. Bei der WM werde ich auf alle Fälle wieder mitmachen. Ich freue mich schon darauf, wenn es dann wieder losgeht."