Schlossherrin ist nun offiziell Pfaffrodaerin

Geschichte Familie kehrt nach 73 Jahren zurück

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Helene Margarete von Schönberg (li.) meldete offiziell ihren Hauptwohnsitz in Pfaffroda an. Foto: Jan Görner

Olbernhau. Helene Margarete von Schönberg hat sich und ihrer Familie einen Lebenstraum erfüllt. Sie ist nun ganz offiziell eine Pfaffrodaerin. Vor kurzem meldete sie Schloss Pfaffroda ganz offiziell als ihren Erstwohnsitz an.

Immer wieder zu Besuch

"Das hat sich mein Mann ein Leben lang gewünscht", versicherte sie. Hubertus von Schönberg floh nach dem Krieg in den Westen. In München lernte er Helene Margarete Fischer kennen. Die Hochzeit folgte im August 1964. "Immer wieder erzählte er mir von seiner alten Heimat, von der Schönheit der Region und den Menschen. Das weckte auch in mir die Liebe zum Erzgebirge", erzählte Helene Margarete von Schönberg.

Beide haben die Region immer wieder besucht. Eine dauerhafte Heimkehr zu Lebzeiten war ihrem Mann allerdings nicht vergönnt. Er wurde seinem Wunsch entsprechend im August 2004 hier beigesetzt.

Freude über Willkommensgruß

Bis zu ihrem Umzug nach Pfaffroda lebte Helene Margarete von Schönberg in Bayern. Dort wird sie auch einen Zweitwohnsitz behalten. Die Pfaffrodaer Geschichte ihrer Familie reicht bis ins Jahr 1327 zurück. Im September vergangenen Jahres nahm die Familie das Schloss wieder in Besitz. Die Stiftung "Alfons Diener von Schönberg" plant hier die Errichtung des Zentrums Pfaffroda.

Dazu gehört auch die Einrichtung einer Wald- und Forstschule sowie eines Hotelbereichs im Schloss. Bürgermeister Heinz-Peter Haustein begrüßte Helene Margarete von Schönberg mit den Worten: "Willkommen zu Hause", was sie aus ganzem Herzen dankbar annahm.