Schnelles Internet erfordert viel Geduld

Breitbandausbau Gornau ändert seine Pläne

Gornau. 

Gornau. Beim Warten auf schnelles Internet müssen sich die Einwohner von Gornau noch etwas in Geduld üben. "Wir hoffen, dass im Juni die Ausschreibung für die Tiefbauarbeiten erfolgen kann. Beginn wird dann wohl erst 2020 sein", sagt Bürgermeister Nico Wollnitzke. Ursprünglich sollte das Projekt viel eher in die Tat umgesetzt werden, doch von seinen anfänglichen Plänen musste die Gemeinde abweichen. Statt des bestehenden Koaxialkabelnetzes der Antennenanlagen soll der Zugang zum Internet nun über Glasfaserkabel realisiert werden.

Mit den Antennengemeinschaften ließ sich das Vorhaben nicht umsetzen

Die neue Variante vervielfacht zwar den Aufwand und lässt auch die Kosten explodieren. Doch die insgesamt neun Millionen Euro - für den zunächst favorisierten Plan wären nur 900.000 Euro fällig gewesen - werden laut Wollnitzke komplett gefördert. "Wir haben mit dem Breitband-Kompetenzzentrum gesprochen und den Fördermittelbescheid upgraden lassen", erklärt der Bürgermeister. Eine andere Wahl sei der Kommune auch kaum geblieben, da sich das Vorhaben mit den Antennengemeinschaften nicht umsetzen ließ.

Nun werden Glasfaserkabel bis vor die Haustüren der Nutzer gelegt

Bei einer Zusammenkunft mit den Antennengemeinschaften aller drei Ortsteile sei klar geworden, dass Dittmansdorf und Witzschdorf im Gegensatz zu Gornau nicht mit am gemeinsamen Strang ziehen würden. Und das Breitband-Projekt allein auf den Gornauer Ortsteil zu begrenzen, kam für den Gemeinderat nicht infrage. Also entschied man sich für die große Variante, bei der die Glasfaserkabel nun in allen drei Ortsteilen bis vor die Haustür der Nutzer gelegt werden sollen. In einem Zeitalter der Digitalisierung sollen auch in Gornau gute Bedingungen geboten werden.