Schüler retten ein Biotop mitten im Wald

Naturschutz Einsatz für den Bergmolch mit Rainer Siegl

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Schüler der Johann-Georg-Schule retten ein Biotop und damit den seltenen Bergmolch. Foto: Katja Lippmann-Wagner

Haben Sie schon einmal einen Bergmolch gesehen? Wer aufmerksam durch den Wald läuft und an vermeintlichen einfachen Pfützen einen Stopp einlegt, der könnte die Winzlinge entdecken. Zwischen Erlabrunn und Johanngeorgenstadt befindet sich ein solches Biotop, in dem unter anderem Bergmolche zuhause sind. Aber nicht nur sie sind dort zu finden: Auch Gras- und Wasserfrösche, Kröten und manch anderes Getier hat sich in dem eher unauffälligen Biotop angesiedelt.

Fleißige Helfer

Weil die Pfütze bei notwendigen Forstarbeiten in Mitleidenschaft gezogen wurde, hat sich Rainer Siegl, der Leiter des Waldschulheims Conradswiese in Lauter, fleißige Helfer gesucht, die das Biotop mit ihm gemeinsam gerettet haben.

"Einige sehen, wenn sie hier vorbeilaufen, eine einfache Pfütze, doch hier ist ganz viel Leben drin", erklärt Siegl, den Kindern und Jugendlichen der Kurfürst-Johann-Georg-Förderschule. Die Jungs und Mädchen sind sehr gern im Wald, pflegen schon länger ein gutes Verhältnis zu Siegl.

So gab es bereits Einsätze in der Roten Grube und am Waldschulheim. Vor ein paar Tagen war nun das Biotop das Ziel. "Das Wasser wird sauer", mahnt Siegl. Denn durch die Forstarbeiten sind Reisig und Rinde darin gelandet. Diese Dinge mussten zunächst einmal entfernt werden. Die Förderschüler der Werkstufe hatten Spaß an der Arbeit. Lea-Sophie Pakendorf: "Das macht Spaß. Es ist schön, dass wir so der Natur helfen können."