"Schweizer Käse" unter der Erdoberfläche

Sicherung Gefahrenabwehr wird in Pobershauer Schächten sehr ernst genommen

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Uwe Brodalla und Sylvio Beyer (v.l.) von der Bergsicherung Schneeberg bei der Arbeit im Molchner Stolln. Foto: Jan Görner

Pobershau. Was sich unter der Erdoberfläche in Pobershau befindet, ähnelt einem Schweizer Käse. Die Löcher sind die Stollen und Schächte, die vom jahrhundertealten Bergbau zeugen. Nicht alles ist risstechnisch genau erfasst. Nun kommt es aufgrund des Altbergbaus immer wieder zu Gefährdungen, über die das Oberbergamt in Freiberg wacht.

Schäden werden beseitigt

Eine dieser Gefährdungen wurde im sogenannten "Matthias Tagesschacht" bereits vergangenes Jahr erkannt. Damals wurde der Bereich in Höhe des Hausgrundstückes Zugstraße 12 bohrtechnisch erkundet. "Bereits in geringer Tiefe sind wir dabei auf teilverfüllte und leer stehende alte Abbaue getroffen", so der Oberberghauptmann Professor Dr. Bernhard Cramer vom Oberbergamt in Freiberg. Diese wurden durch eine etwa 25 Meter lange Betonschwelle in 15 Metern Tiefe gesichert. Derzeit läuft dort das Einbringen einer Zementsuspension in locker verfüllte Abbaubereiche oberhalb der Betonschwelle.

Im Besucherbergwerk "Zum Tiefen Molchner Stolln" werden Hochwasserschäden beseitigt. 2013 war wegen des Hochwassers ein alter Abbau nachgerutscht. Der Schaden wurde repariert. "Dabei ist auch ein wunderschönes Gewölbe eingebaut worden", sagte der Betreiber des Besucherbergwerks Gernot Scheuermann. Außerdem finden fortlaufende Arbeiten zur Aufrechterhaltung der Sicherheit ausgeführt. Der Betrieb des Besucherbergwerks wird dadurch nicht beeinflusst. Führungen finden im Tiefen Molchner Stolln dienstags bis sonntags von 10 bis 16 Uhr statt. www.molchner-stolln.de



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