• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

Sonderfahrten stärken Tourismus

Regionales Deutsche Bahn bleibt für Strecke Schwarzenberg-Annaberg in der Verantwortung

Schwarzenberg. 

Der geplante Verkauf der Bahnstrecke zwischen Annaberg-Buchholz und Schwarzenberg stößt bei Politikern aus der Region auf keine Gegenliebe. "Es kann nicht sein, dass sich die Deutsche Bahn von dieser traditionsreichen Linie verabschiedet", sagte zum Beispiel der CDU-Landtagsabgeordnete Krauß. Sie müsse ihre Verantwortung als Infrastrukturunternehmen des Bundes wahrnehmen. Gerade das Markersbacher Viadukt sei eine Sehenswürdigkeit. Die Sonderfahrten auf der Strecke stärkten die Tourismuswirtschaft im Erzgebirge.

Auch andere Politiker können sich nicht vorstellen, dass die Bahn einen anderen kompetenten Betreiber findet. Insofern sei die Ausschreibung wohl der erste Schritt für eine Stilllegung. Durch das sächsische Wirtschaftsministerium habe Krauß bereits prüfen lassen, inwieweit der Freistaat die Ausschreibung unterbinden könne. Leider gebe es keine rechtliche Handhabe.

Anstatt die Strecke abzustoßen, sollte die Bahn über Alternativen nachdenken. Die Strecke müsse nicht an 365 Tagen im Jahr befahrbar sein. Auf diese Weise ließen sich vielleicht die Kosten senken. Auch der Kreisverband der Grünen beobachtet mit großer Sorge den geplanten Verkauf von Bahnstrecken im Kreis-gebiet.

"Das Abstoßen von Schienenverbindungen ist auf eine konzeptionslose und verfehlte Verkehrspolitik der Landesregierung zurückzuführen, die durch massive Kürzungen ein umweltfreundliches Verkehrsunternehmen wie die Erzgebirgsbahn in große wirtschaftliche Bedrängnis bringt", sagte Vorstandssprecherin Ulrike Kahl.