Spielzeug-Miniaturen lassen Herzen höher schlagen

Ausstellung Spielzeuge und Sammelobjekte

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Konrad Auerbach arrangiert Figuren von Louis Hiemann. Foto: J. Görner

Seiffen. Das Erzgebirge ist für seine hölzernen Miniaturwelten berühmt geworden. Wesentliche Impulse dafür kamen zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus Dresden. Volkskundler, Architekten und Spielwarenhändler waren damals auf der Suche nach Innovationen für den Spielzeugmarkt und entwickelten die Idee, ihre Welt in Miniaturen abzubilden. Umgesetzt wurden die Ideen zuerst an der Fachgewerbeschule in Grünhainichen. Häuser, Autos, Eisenbahnen, Figuren und ganze Landschaften im Stile der Zeit kamen auf den Markt und in die Hände der Kinder.

Die neue Sonderausstellung im Dachgeschoss des Seiffener Spielzeugmuseums verdeutlicht diese Entwicklung. Sie folgt einer Publikation von Urs Latus. Der Nürnberger hat sich in einem volkskundlich orientierten Gewerbeforschungsprojekt mit diesem Thema beschäftigt. "Das Miniaturspielzeug hat den Spagat bewältigen können zwischen dem Spiel des Kindes und der Sammelleidenschaft der Erwachsenen", so Konrad Auerbach, der Leiter des Spielzeugmuseums. Zu sehen ist die Schau "Erzgebirgische Miniaturen" bis Ende März täglich in der Zeit von 10 bis 17 Uhr.