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Stadt stellt Ideen für die Zukunft vor

info Architekten sprechen über Bürgersaal und Naturbad - Stadtrat äußert Bedenken

Zschopau. 

Zschopau. Während einer Bürgerinformationsrunde, zu der die Stadt Zschopau eingeladen hatte, sind zwei mögliche strategische Investitionen für die nahe Zukunft vorgestellt worden. Dabei handelt es sich um den Bürgersaal, der in zentraler Lage am Park "An den Anlagen" entstehen könnte, sowie um ein Naturbad an der Stelle des früheren Freibades. Beide Projekte würden die Stadt rund 2,3 Millionen Euro kosten, beide sollen zur Attraktivität von Zschopau und zur Lebensqualität der Bürger beitragen, und in beiden Fällen würde ein Baubeginn für das Jahr 2021 angestrebt.

Welches Vorhaben macht das Rennen?

Viele Parallelen also, doch nur maximal eins der Vorhaben kann in die Tat umgesetzt werden. Über den aktuellen Planungsstand gaben die Architekturbüros Auskunft, die für die Projekte zuständig sind. Im Fall des Naturbades war es Claus Schmitt. Der Landschaftsarchitekt von der "Wasser-Werkstatt" Bamberg erklärte, dass die neue Anlage mit einem großen Schwimmbecken und Gebäuden im 1960er-Jahre-Stil an das alte Freibad erinnern würde. Allerdings sind am Wasserrand Pflanzen vorgesehen. Der neue Bürgersaal würde laut Architekt Carsten Weiße aus drei größeren Bereichen bestehen. Neben dem eigentlichen Veranstaltungssaal und dem Foyer gehöre dazu das Kopfgebäude, in dem sich Räume für die Kreismusikschule und die Volkshochschule befinden sollen.

Um ein Feedback von den Bürgern zu erhalten, welches Projekt bevorzugt wird, liegen bis zum 22. Oktober Flyer im Rathaus und im Schloss Wildeck aus. Die Meinung und der Austausch mit den Bürgern sind für Oberbürgermeister Arne Sigmund sehr wichtig. Allerdings bleibt abzuwarten, ob überhaupt ein Projekt realisiert wird. Grund dafür sind Bedenken des Stadtrates bezüglich der finanziellen Situation der Stadt. Stadtrat Veikko Bartsch verlas dazu ein fünfseitiges Schreiben und betonte, dass die Mehrheit des Gremiums Zweifel habe.