Theater lockt mit romantischer Musik

Kultur Götz von Berlichingen zum vorletzten Mal

Annaberg-B. 

Kurzentschlossene sollten sich sputen. Am morgigen Sonntag um 19 Uhr gibt es im Annaberger Eduard-von-Winterstein-Theater zum vorletzten Mal die Opernausgrabung "Götz von Berlichingen" zu erleben. Dazu erklärt die Chefin der Öffentlichkeitsarbeit des Theaters, Annelen Hasselwander: "Die Oper des ungarisch-jüdischen Komponisten Carl Goldmark nach dem Schauspiel von Johann Wolfgang Goethe steht seit April dieses Jahres in einer Inszenierung von Ingolf Huhn auf dem Spielplan des Eduard-von-Winterstein-Theaters. Unser Haus ist das erste Theater, in dem Carl Goldmarks Werk zu sehen ist, nachdem der Komponist in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts von den Nationalsozialisten verboten wurde." Das zu Unrecht vergessene Werk steht unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Naoshi Takahashi. Bühnenbild und Kostüme entwarf Annabel von Berlichingen. Die Rolle des Götz von Berlichingen singt Jason-Nandor Tomory. Am kommenden Montag um 20 Uhr lädt das Theater zum 3. Philharmonischen Konzert. Dieses Konzert der Erzgebirgischen Philharmonie Aue steht ganz im Zeichen der Romantik. Ebenfalls musikalisch geht es am Mittwoch, dem Buß- und Bettag, in der Pauluskirche Sehma zu. Hier kommt um 16.30 Uhr das David-Oratorium für Solisten, Chor und Kurrende von Klaus Heizmann zur Aufführung. Der Komponist erzählt in seinem großen Oratorium die Geschichte des biblischen Königs David ganz neu: David als Sänger, Kriegsherr, König und Poet. Kartenvorverkauf in den Pfarrämtern Sehma, Cunersdorf, Annaberg-Buchholz und in der Christuskirche Sehma.