Thema im Gemeinderat: Was passiert in der Lindenstraße?

Kommunales Amtsverweser verweist auf zuständige Stelle im Landratsamt des Erzgebirgskreises

Schönheide. 

Schönheide. Die Lindenstraße hat Berühmtheit erlangt durch die gleichnamige Seifenoper im Fernsehen. In der Gemeinde Schönheide ist die Lindenstraße im Ort jetzt ebenso im Gespräch und es gibt seit geraumer Zeit angeregte Diskussionen. Es laufen Ausbaumaßnahmen an einem Haus. Aufmerksamkeit haben jetzt zwei Internet-Adresse auf den Fahrzeugen erregt, die vorm Gebäude regelmäßig parken. Auf den Webseiten sei ein Bezug zu einem bordellähnlichem Betrieb erkennbar, sagt Olaf Schulz, Gemeinderat von Schönheide.

Gerüchte dahingehend, dass ein solches Etablissement in Schönheide entstehen soll, die gibt es wohl bereits seit Mitte letzten Jahres. Das Thema Lindenstraße ist jetzt im Gemeinderat angesprochen worden. Zum Hintergrund: der Gemeinderat von Schönheide hatte im November der Umnutzung eines Wohnhauses zugestimmt vor dem Hintergrund, dass dort Ferienwohnungen mit Wellnessbereich entstehen sollten. Diese Unterlagen hat sich Olaf Schulz angeschaut und sagt: "Der Technische Ausschuss hätte daraus nie erkennen können, dass etwas anders als Ferienwohnungen gebaut werden sollen und deshalb gab es auch die Zustimmung zum Antrag auf Nutzungsänderung."

Wie Schulz sagt, gibt es zwei Urteile vom Sächsischen Oberverwaltungsgericht von 2008 und von 2015. Beide Urteile sagen aus, dass in Wohngebieten oder Mischwohngebieten ein bordellähnlicher Betrieb nicht vorhanden sein darf, sagt Schulz. Schönheides Amtsverweser Eberhard Mädler hat auf Nachfrage der Gemeinderäte darauf verwiesen, dass der Vorgang bei der zuständigen Behörde vorliegt.