Titel an Trophy-Mannschaft

Six Days Deutschland wird Vierter

Das Ergebnis ist nun offiziell revidiert: Die australische Trophymannschaft, im September bei den Six Days mit Platz 2 in der Slowakei zwar Sieger des Herzens, hat nun vor Italien und Finnland den Titel im Nachgang zugesprochen bekommen. Die Australier holen damit die Trophäe erstmals in der Geschichte der Six Days außerhalb Europas. Die deutsche Trophy-Mannschaft rückt nach der offiziellen Entscheidung drei Ränge nach vorn, konkret auf Platz 4. Nach dem Ausgang der Weltmeisterschaft wurde zunächst unter Vorbehalt Frankreich unter großem Protest als Sieger bestimmt. Zuvor war am dritten Fahrtag einigen Fahrern, neben Engländern und Spaniern den Franzosen, ein Fauxpas unterlaufen. Sie nahmen nach einem Stau die verkehrte Route und verpassten damit eine der Durchfahrtskontrollen. Die Betroffenen wurden zwar reglementkonform aus der Wertung genommen, bis zur endgültigen Klärung des Sachverhalts durften die disqualifizierten Fahrer jedoch nach großem Tauziehen weiter an den Six Days teilnehmen. Dies hatte ein verfälschtes Ergebnis zur Folge.

Nach nochmaliger Anhörung aller Beteiligten hat das CDI-Gericht der FIM nun das endgültige Urteil in dieser Angelegenheit gesprochen und die betroffenen Nationen disqualifiziert. "Die Entscheidung war die einzig richtige und im Sinne des Sports. Es ist nur schade für Australien, dass es seinen Erfolg auf dem obersten Podest in der Slowakei nicht feiern konnte und diese Bilder nachträglich nicht um die Welt gehen werden", sagte André Rudolph, Fahrtleiter im MSC Rund um Zschopau im ADAC, der vor Ort war.