Tolle Rennen sind garantiert

Interview mit dem Motorradweltmeister Wayne Gardner

Der Motorradweltmeister der Klasse bis 500-ccm von 1987, der Australier Wayne Gardner, besuchte in diesen Tagen den Sachsenring und traf Vorbereitungen mit dem sächsischen ADAC für ein großes Rennspektakel im Rahmen der ADAC Sachsenring-Classic vom 11. bis 12. Juni 2016. Mit dem 56-Jährigen sprach Wolfgang Wirth.

Dankeschön und das ist richtig. Ich bin das erste Mal hier am Sachsenring, obwohl ich schon viel von dieser Rennstrecke, den Organisatoren und von diesen Superfans gehört habe.

Ihr Sohn Remy hat bestimmt schon von dem Geschehen am Sachsenring gesprochen?

Sicherlich. Er war doch Starter zum Grand Prix im Sommer in der Moto3 und im nächsten Jahr wird er in der Moto2 fahren. Er ist für die kleine Klasse zu groß geworden. Mal sehen, wie das klappt.

...und was haben ihre Landsleute vom Sachsenring in Erinnerung?

Casey Stoner schwärmt. Hatte hier schon tolle Erlebnisse. Anthony West ist sogar schon als MZ-Werksfahrer hier aufgetreten und zum ersten Grand Prix, ich glaube es war 1998, da gewann Mick Doohan mit der Bemerkung, das sei hier ein Micky-Maus-Kurs.

Und was sagt der Weltmeister Gardner zu der Strecke?

Das Bergauf-und Bergab hat schon etwas Besonderes. Eine schöne saubere Strecke, die einem Fahrer aber viel abverlangt. Und unsere 500er und heute die MotoGP haben bestimmt ganz schön zu drehen. Es gibt schnellere Strecken. Na, gut, so unrecht hat der Mick nicht, aber wir werden hier wunderschöne Rennen erleben. Ich freue mich schon jetzt darauf.

Ganz besonders möchte ich mich beim ADAC Sachsen bedanken. Neben der professionellen Anlage steht ein Organisationsteam bereit, das auf eine große Veranstaltung hoffen lässt. Wir haben uns schnell und gut verständigt und das sagt wohl alles. Übrigens: Boxenanlage, Pressezentrum, Race-Control entsprechen unseren Vorstellungen - perfekt. Schließlich wird es ein Treffen ehemaliger Weltmeister und namhafter Grand-Prix-Piloten.

Kann man heute schon von Namen reden?

Na, ja, es ist etwas zu früh. Aber neben mir werden Kevin Schwantz, Randy Mamola, Freddie Spencer, Didier de Radiqués, vielleicht auch Luca Cadalora mit dabei sein. Aber warten wir ab, es ist noch ein halbes Jahr Zeit. Auf alle Fälle haben wir uns über ein Fahrerfeld von 20 Piloten verständigt. Wir werden zwei Rennen fahren mit je zwölf Runden - dabei Honda, Suzuki, Yamaha, Cagiva...