Unfall-Prävention für junge Fahrer

Verkehrssicherheit "Aktion Junge Fahrer" in Zschopau

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Gisbert Bärschneider von der Landesverkehrswacht erklärt einem Berufsschüler, wie der Gurtschlitten funktioniert. Foto: A. Bauer

Zschopau. In seiner Zeit als Pädagoge hat Thomas Müller schon einige Male erlebt, dass Schüler von ihm einen Unfall hatten - manchmal sogar mit tödlichen Folgen. Als Leiter des Zschopauer Berufsschulzentrums liegt ihm daher viel daran, junge Menschen für solche Gefahren zu sensibilisieren.

"Wir wollen über den eigentlichen Bildungsauftrag hinaus aktiv werden und Prävention betreiben", erklärt Müller, der in dieser Woche ein dementsprechendes Projekt präsentieren konnte.

Fast täglich unterwegs für mehr Sicherheit

Möglich wurde das durch die Kooperation mit der Landesverkehrswacht Sachsen, die im Rahmen der "Aktion Junge Fahrer" zum mittlerweile fünften Mal in Zschopau Station machte. "Dass Hinweise mal nicht von Lehrern kommen, sondern von echten Fachkräften, kann auch helfen", freute sich Thomas Müller unter anderem über den Besuch von Gisbert Bärschneider.

Der 64-Jährige war einst Polizeibeamter, engagiert sich in seinem Ruhestand aber nun als ehrenamtlicher Mitarbeiter für die Landesverkehrswacht. Zusammen mit Vertretern verschiedener Gebietsverkehrswachten ist Bärschneider fast täglich unterwegs, um jungen Menschen mögliche Risiken im Straßenverkehr vor Augen zu führen.

Mit Tunnelblick-Simulator

Dabei hilft ihm unter anderem ein Motorradsimulator, bei dem die Jugendlichen imaginär Gas geben können. "Auch das wichtige Thema Alkohol lässt sich in die Simulation integrieren", erklärt der Ex-Polizist: "So können die Fahrer zum Beispiel den Tunnelblick nachempfinden und haben mit verzögerten Bremswegen oder erschwerter Lenkung zu kämpfen."

Wer ganz genau wissen will, wie sich schon 0,8 Promille anfühlen, kann sich auch die Rauschbrille aufsetzen und versuchen, einen Parcours zu meistern. Erfahrungsgemäß sind die Jugendlichen offen für diese Aktion. Dies bestätigte sich auch in Zschopau, wo die Berufsschüler zudem auf den Gurtschlitten oder in den Überschlagsimulator steigen konnten. Ganz nebenbei konnte man auch Prüfungsfragen für die Fahrprüfung beantworten und somit üben.



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