Veilchen bleiben Zuhause ungeschlagen

Fußball Der FC Erzgebirge trennt sich vom Ligaprimus Bielefeld torlos

Aue. 

Aue. Nach der Niederlage beim SV Wehen Wiesbaden am Dienstagabend blieb dem FC Erzgebirge Aue nur wenig Zeit: Bereits an diesem Freitagabend empfingen die Lila-Weißen den Tabellenspitzenreiter Arminia Bielefeld. Das Spiel endete mit einem 0:0. Die Favoritenrolle des Teams von Uwe Neuhaus war über 90 Minuten kaum zu erkennen. Alles in allem war es eine chancenarme Partie, die kaum Höhepunkte hatte. Und so geht das magere torlose Unentschieden durchaus in Ordnung.

Spielpraxis wollte Jacob Rasmussen in Aue bekommen und im ersten Heimspiel des Jahres bekam er sie. Der 22-Jährige Abwehrspieler, dessen Marktwerk bei 3,5 Millionen Euro liegt, stand genauso wie Dennis Kempe in der Startelf. Die beiden rückten für Louis Samson und John-Patrick Strauß ins Aufgebot. Weitere Veränderungen nahm Cheftrainer Dirk Schuster nach der Niederlage beim SV Wehen-Wiesbaden nicht vor. Damit blieb er sich treu und stellte trotz misslungenem Auftakt nicht alles in Frage.

In der 15. Minute gab es eine schnelle Kontersituation. Florian Krüger schickte Jan Hochscheidt auf die Reise, doch der scheiterte an Torwart Ortega Moreno. Nur eine Minute später gab es die nächste Möglichkeit: Diesmal spielte Hochscheidt im Strafraum an Florian Krüger ab, doch auch er kann Ortega Moreno nicht überwinden.

In der 30. Minute verhinderte Veilchen-Schlussmann Martin Männel den Führungstreffer des Tabellenführers. Der Kapitän entschärfte einen gefährlichen Kopfball von Fabian Klos. Es war die bis dahin beste Torchance. Torlos ging es für beide Teams in die Kabine und ohne Wechsel nach der Pause auch weiter. In der 54. Minute musste Cheftrainer Schuster reagieren. Für den verletzten Florian Krüger kam Pascal Testroet.

Was die Torchancen anging, änderte sich das Bild in der zweiten Halbzeit kaum. Sie blieben Mangelware.

In der 74. Minute eine strittige Situation, die aus Auer Sicht glücklich ausging und nicht zu einem Tor führte. Es sollten drei Ecken für die Gäste folgen. Das Stadion stand in dieser Situation Kopf, die Lautstärke der Pfiffe, mit denen die Veilchen-Fans die Eckbälle begleiteten, war enorm. Die FCE-Fans unter den 9000 Zuschauern des Flutlichtspiels merkten, dass ihr Team in dieser Situation jede Unterstützung benötigte und weiter an sich glaubte. Nach diesen Aufregungen rutschte das Spiel aber wieder in den alten Modus zurück. Angriffe und Torgefahr gab es quasi gar nicht mehr. Allerdings ist den Gastgebern der Kampfgeist nicht abzusprechen.