Veilchen erkämpfen Punkt in Nürnberg

Fußball Aue spielt 1:1 und bleibt nach dem Re-Start ungeschlagen

Nürnberg/Aue. 

Nachdem der Mannschaftbus des FC Erzgebirge Aue am Donnerstag in einen Unfall verwickelt war, hatte Veilchen-Präsident Helge Leonhardt klar gemacht, dass man keine Spielverlegung wolle. Er schloss diese Möglichkeit aus, weil sie sogar ein Wettbewerbsnachteil sei. Daher war vorm Spiel beim 1. FC Nürnberg die große Frage: Haben die Jungs von Cheftrainer Dirk Schuster diesen Unfall schon aus dem Kopf bekommen und können sich voll und ganz auf das zweite Corona-Geisterspiel konzentrieren? Sie konnten und sicherten sich durch ein 1:1 (0:0) in einer durchwachsenen Zweitligapartie einen Punkt.

 

Vorzeitiger Klassenerhalt? 

Vor der Halbzeit plätscherte das Spiel nur so vor sich dahin. Lediglich zwei Chancen konnte man auf dem Zettel vermerken. In der 35. Minute für Nürnberg, nur vier Minuten später für Aue. Nach der Pause machte Dimitrij Nazarov kurzen Prozess und brachte seine Mannschaft in der 52. Minute in Führung. Vorbereiter war Florian Krüger. In der 63. Minute erfolgte der Ausgleich durch ein Eigentor von Sören Gonther. In der Schlussphase der Partie hätten die Gastgeber fast noch den Siegtreffer erzielt. Doch Kapitän Hanno Behrens traf nur den Pfosten.

Der Punkt bringt die Lila-Weißen dem Ziel vorzeitiger Klassenerhalt ein weiteres Stück näher. Der 1. FC Nürnberg, der eine schwache Saison spielt, kann sich zumindest ein klein bisschen Polster zu den Abstiegsplätzen verschaffen.

Emotional war, dass Dimitrij Nazarov nach seinem Führungstreffer zur Bank rannte und mit Busfahrer Thomas Romeyke feierte. Er hatte tags zuvor eine starke Reaktion gezeigt und den Bus sicher zum Stehen gebracht. In der nächsten Begegnung wird definitiv Martin Männel fehlen. Er sah die fünfte gelbe Karte und ist am Dienstag gegen Darmstadt gesperrt. Höchstwahrscheinlich wird ihn Robert Jendrusch ersetzen.