Vier Bands trotzen in Zschopau dem nasskalten Wetter

Kultur Fete de la Musique lockt über 150 Besucher an die Bühne

Zschopau. 

Zschopau. Während die Fete de la Musique in Chemnitz und anderen Orten abgesagt wurde, ließen sich die Zschopauer Veranstalter vom kühlen Wetter nicht beirren. Im zweiten Anlauf brachten sie die Veranstaltung, die sonst jedes Jahr am 21. Juni gefeiert wird, im wahrsten Sinne des Wortes über die Bühne. Aufgebaut war diese auf den Neumarkt, wo am Freitagabend vier Bands für Stimmung sorgten. "Aufgrund der Corona-Situation wurde diesmal nicht an verschiedenen Orten in der Stadt gespielt. Das ganze Geschehen konzentrierte sich auf eine Bühne", erklärte Mitorganisator Thomas Franke-Gernhardt, der selbst zum Programm beitrug und sich wie die Stadtverwaltung im Laufe des Abends über mehr als 150 Besucher freuen durfte.

Von leisen bis hin zu rockigen Tönen

Zusammen mit dem jungen Schlagzeuger Alexander Hentschel bildet der Zschopauer Liedermacher das Duo "Akustik leis", das für die ruhigeren Töne an diesem Abend sorgte. Im Gegensatz dazu präsentierte die Horst Adler Kapelle aus Chemnitz, die für diese Veranstaltung die Technik gestellt hatte, deutlich rockigere Töne. Mit eigenen Titeln und Cover-Versionen bereiteten sie dem Publikum zum Abschluss noch einmal viel Freude. Um mehrere Zugaben kamen die Chemnitzer nicht drum herum, sodass die Veranstaltung nicht ganz pünktlich zu Ende ging. Statt sie abzusagen, ging die Fete sogar in die Verlängerung und machte alle Veranstalter stolz. Alle waren sich einig: Die Austragung war die richtige Entscheidung, zumal Petrus ein Einsehen hatte und es kaum regnete.

Mut zahlt sich aus

Auch Puppet Strings, ein aus München stammender Songwriter, hatte sich im Vorfeld um das Wetter gesorgt. "Aber manchmal ist Vorsicht falsch. Lieber einfach machen, als nur zu reden", sagte der Sänger hintrther. Er empfand die Fete de la Musique in Zschopau als "megageil". Vor allem weil sie einen interessanten Mix mehrerer Genres geboten habe, zu dem auch die Oldie-Hits von "Two of the Pack" aus Chemnitz beiztrugen. "Das Schöne ist auch, dass man bei solchen Veranstaltungen mit den anderen Musikern ins Gespräch kommt", betonte Puppet Strings. Austausch und Vernetzung seien die Folge. Ganz abgesehen davon, dass sowohl die Leute auf als auch die vor der Bühne trotz Corona einen stimmungsvollen Abend erleben durften.