"Vogelwildes" Spiel lässt Dreier platzen

Fussball FC Erzgebirge Aue muss sich gegen Darmstadt mit einem Punkt begnügen

Aue. 

Aue. Für den FC Erzgebirge Aue hat es am dritten Advent keine drei Punkte gegeben. Die Veilchen mussten sich im Spiel gegen die Lilien mit einem 2:2 begnügen. Nach einer von beiden Seiten eher schwachen ersten Halbzeit, gab es in der zweiten Halbzeit gegen Darmstadt 98 Spannung pur.

"In der ersten Halbzeit plätscherte das Spiel so dahin." Denn die zweite Hälfte begann für die Veilchen nach Maß. Zunächst brannte es lichterloh im Strafraum der Lila-Weißen. Serdar Dursun traf aus Nahdistanz allerdings nur den Pfosten. Dennis Kempe, der erst zur Halbzeit eingewechselt wurde, reagierte prompt und leitete erfolgreich einen Konter ein, denn Pascal Testroet perfekt vollendete. Er ließ das Erzgebirgsstadion in der 50. Minute erstmals jubeln.

13 Minuten später war es dann zum zweiten Mal soweit. Erneut bediente Florian Krüger, der von Schalke kommend bis 2021 einen Vertrag bei Erzgebirge Aue hat, Pascal Testroet, der alles richtig machte und Fernandes Heuer keine Chance ließ. Der Heimsieg am dritten Advent schien greifbar.

In der Endphase der Begegnung wurde es turbulent vorm Auer Tor. In der 76. Minute konnte Martin Männel den ersten Schuss von Slobodan Medojevic noch abwehren, doch der Ball flog Immanuel Höhn vor die Füße. Er wuchtete das Leder ins Netz. Weitere zwei Minuten später fiel der Ausgleich. In den letzten zehn Minuten spielten die Veilchen, wie es Trainer Daniel Meyer formulierte "vogelwild". "Alles rennt nach vorn. Die Ordnung stimmte überhaupt nicht mehr", sagte Meyer, erkannte aber den unbedingten Siegeswillen seines Teams.