Warum diese Ziegen so besonders sind

Tiere Volkmar Steinert und Felix Ullman züchten seit Jahren Gigentana-Ziegen

Niederlauterstein. 

Niederlauterstein. Ziegennachwuchs ist nichts Besonderes? Das kommt auf die Rasse an. Girgentana-Ziegen etwa sind mittlerweile weltweit sehr selten geworden. Selbst in ihrer Heimat rund um den Äthna sind die auch als Mafia- oder Sizilianer-Ziegen bekannten Tiere kaum noch zu sehen.

 

Schon die zweite Nachzucht

Volkmar Steinert und sein Enkel Felix Ullmann züchten sie erfolgreich. Vor wenigen Tagen hat es wieder Nachwuchs gegeben. Sowohl ein Böcklein als auch eine kleine Geiß haben das Licht der Welt erblickt. Alle drei sind wohl auf. Nur der Vater ist bereits im November in Folge einer schweren Lungenkrankheit verstorben. "So nah liegen Freude und Trauer manchmal beieinander", sagte Volkmar Steinert. In die Rasse verliebt hat er sich vor sieben Jahren buchstäblich auf den ersten Blick. Damals hat er die Girgentana-Ziegen bei einem Besuch im Wildpark Lüneburger Heide entdeckt.

"Sie sehen einfach schön aus. Das Fell ist weiß bis braun und die Trophäen mehrfach gewunden", schwärmte der Niederlautersteiner. Schon auf der Rückfahrt ins Erzgebirge saß damals das erste Böcklein im Auto und fühlte sich auf dem Grundstück der Familie mitten unter vielen anderen Tieren sehr wohl. Die Nachzucht ist Volkmar Steinert und Felix Ullmann übrigens schon zum zweiten Mal geglückt. 2016 kamen hier zwei Böcke auf die Welt. Beide haben sie abgeben müssen, da sich mehrere männliche Tiere nicht miteinander vertragen. Sonst kennen die beiden Niederlautersteiner ihre Ziegen als angenehme, zahme Tiere. Wasser, Heu, Rüben, Wasser und Getreide stehen ganz oben auf ihrem Speisenplan.