Wenn kaum etwas geht: wandern geht immer

Freizeit Bergbaulehrpfad gibt Einblicke in Zeugen des alten Bergbaus

Geyer. 

Geyer. Wandern ist gesund und es geht immer. Vor allem jetzt, in der Corona-Krise. Im Erzgebirge gibt es zahlreiche Wanderführer. Einer davon ist Jürgen Bochmann, ein versierter Gästeführer der sich in punkto Bergbau und Historie total gut auskennt.

Er erklärt: "Besonders interessant ist die Binge in Geyer. Sie bietet als einzige begehbare Anlage ihrer Art die Möglichkeit, sich die Arbeitsweise der Bergleute im Mittelalter erläutern zu lassen und genauer zu betrachten, ohne in den Berg einfahren zu müssen. Es lohnt sich, jetzt im Frühjahr diese Gelegenheit zu nutzen, individuell auf Erkundungstour zu gehen. Wenn es dann wieder möglich ist, können Interessierte ihr Wissen auch bei einer geführten Tour durch das Naturdenkmal erweitern." Interessant sind vor allem die Bergbaulehrpfade.

Pfad zeigt historische Highlights

Dazu gehört auch der Bergbaulehrpfad Silberstraße Ehrenfriedersdorf. Er bietet mit 25 Stationen zahlreiche Möglichkeiten, das schöne "Greifensteingebiet" auf 13,5 km näher kennen zu lernen. Es ist ein schön angelegter, wissenswerter Pfad. Als Rundweg angelegt, beginnt der Start beim Besucherbergwerk "Zinngrube Ehrenfriedersdorf" auf dem Sauberg. Von da aus führt der Weg weiter ins Gewerbegebiet und dann an der alten Kleinbahntrasse bis ins Greifenbachtal. Am Röhrgraben entlang geht es zum Greifenbachstauweiher. Dabei werden zahlreiche Zeugen des alten Bergbaus angetroffen, wie zum Beispiel Stollenmundlöcher und Pochwerksruinen. Vom Greifensteinfelsen aus kann man einen herrlichen Rundblick übers Erzgebirge genießen. Mehr zum Wandern und zu den Lehrpfaden gibt es unter www.erzgebirge-tourismus.de.