Wer kauft ein Ei für 150.000 Euro?

SONDERausstellung "Sachsens schönstes Osternest" - auch mit Erotik gespickt

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Edith und Waldemar Breitkreutz zeigen das Ei eines Elefantenvogels. Foto: Leischel

Dorfchemnitz. Das Heimatmuseum und Technisches Denkmal "Knochenstampfe" ist wieder Schauplatz der neuen Sonderausstellung "Sachsens schönstes Osternest" unter dem Thema "Große Eierschau aus zwei Kontinenten - Amerika und Afrika".

Das Gothaer Sammlerehepaares Edith und Waldemar Breitkreutz zeigen eine Auswahl von über 1.000 kunstvollen Exemplaren vom Wachtel- über Hühner- und Straußenei bis hin zum ausgestorbenen Ei eines Elefantenvogels. "Diesmal wollen wir die Kontinente Amerika und Afrika mit ihren verschiedenen kunstvollen Techniken beleuchten", meinte Edith Breitkreutz.

Elefantenvogel - der wissenschaftliche Name des ehemals in Madagaskar beheimateten Laufvogels lautet Aepyornis maximus oder auch Aepyornis titan. Der bis zu drei Meter große und etwa 450 kg schwere Bodenvogel ist der größte bekannte Vogel der Erdgeschichte und starb vermutlich im 17. Jahrhundert aus. "Fossile Raritäten sind ganze Eier. Im April 2014 wurde solch ein Ei für 148.350 Euro versteigert", weiß Edith Breitkreutz zu berichten.

Auch ein bisschen Erotik ist im Spiel

In der Ausstellung ist ein Ei zu sehen, das aus Bruchstücken wieder zusammengesetzt wurde, die einmal ein geschlüpftes Küken hinterlassen hatte. Vom 22. März bis 29. April wird die Ausstellung auch mit einem erotischen Teil in einem abgegrenzten Bereich zu sehen sein. Darunter sinnliche Szenen wie Liebespaar auf einer Walnuss, Vexierbilder Sigmund Freud mit Frauenfiguren und woran Männer denken.

Geöffnet ist die Schau Mittwoch bis Samstag von 10-12 und 13-17 Uhr, Sonntag von 12-17 Uhr. Zusätzlich wird die Ausstellung von Karfreitag bis Ostermontag, jeweils 10-17 Uhr, geöffnet sein. Ebenso öffnet das Stampfencafé am Ostersonntag und Ostermontag von 13-17 Uhr.