Wie gefährlich ist die Handynutzung im Straßenverkehr?

Statistik Auto Club Europa beobachtete "Smombies" in Aue

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Lisa-Marie Kluge (li.) wurde vom Pressesprecher des Auto Club Europa, Jörg Petzold (re.), als Smombie statistisch erfasst. Foto: Georg Dostmann

Aue. Neben den altbekannten Gefahren im Straßenverkehr, wie beispielsweise das Fahren ohne Anschnallgurt oder Alkohol, ist im heutigen Technikzeitalter ein weiteres Risiko dazugekommen: Die Ablenkung durch Smartphones. Im Rahmen einer jährlich stattfindenden Aktion des Auto Club Europa (kurz: ACE) zum Thema Sicherheit im Straßenverkehr, wurde dieses Jahr eine Statistikerhebung zum Smartphoneverhalten von Passanten im gesamten Bundesgebiet durchgeführt.

Der ACE war deutschlandweit in über 300 Städten aktiv, davon 15 in Sachsen und mit Aue und Annaberg-Buchholz auch zwei im Erzgebirgskreis. Im Rahmen der Studie wurden alle Fußgänger mit und ohne Smartphone, die die Straße überquerten, gezählt.

Wer gilt als Smombie?

Dabei war es egal, ob die Passanten telefonierten, schrieben, lasen, Musik hörten, Apps nutzten, spielten oder einfach nur Kopfhörer trugen. Unterschieden wurde zwischen Männern und Frauen sowie Mädchen und Jungen bis 18 Jahren. Anschließend wurde die jeweilige Prozentzahl der Smartphonenutzer berechnet.

In Aue fand die Erhebung am 24. Juli 2017 statt. Eine Stunde lang wurden die Passanten, die die Kreuzung am Hotel "Blauer Engel" überquerten, gezählt. Im September sollen die Studienergebnisse veröffentlicht werden. Im Moment zeichnet sich der Trend ab, dass die Ergebnisse bundesweit identisch sind.

Die Zählungen übertrafen die Erwartungen

Vor der ersten Zählung sind die Mitarbeiter des ACE von rund zehn Prozent ausgegangen, dies wurde jedoch in jeder Stadt übertroffen. Die sogenannte "Smombie-Studie" ist die mittlerweile 13. Aktion des ACE in Folge.

Jörg Petzold, Pressesprecher des ACE Erzgebirge, sagt: "Wir haben nicht das Ziel, die Welt zu verbessern, aber wir möchten mit den Studienergebnissen Aufklärungsarbeit leisten, damit die Fußgänger zukünftig besser auf ihre Umwelt achten."