Wie war das damals eigentlich?

Besucherbergwerk Der Pferdegöpel präsentiert alte Techniken und lädt zu Führungen unter Tage ein

Lauta. 

Lauta. "Schmiede das Eisen solange es glüht" sagt ein altes Sprichwort. Zugegeben, es hat viele Bedeutungen. Zum Beispiel, dass Gelegenheiten genutzt werden sollten, solange sie da sind. Das trifft auch auf die Durchführung des 20. Tages des traditionellen Handwerks am 20. Oktober auf den Pferdegöpel im Marienberger Ortsteil Lauta, Hauptstraße 12, zu. Von 10 bis 17 Uhr wird zu einem bunten Programm eingeladen. Vieles gibt es zu sehen und zu erleben. Da wäre, wie eingangs erwähnt, das Schauschmieden in der historischen Bergschmiede. Interessenten dürfen den Schmieden bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen, die Faszination des Schmiedefeuers oder das "Bim, Bim, Bim" des Schmiedehammers auf dem Amboss live erleben. Erste Funde der Schmiedekunst stammen übrigens aus dem 8. Jahrtausend vor. Chr. aus Anatolien. Im Laufe der Zeit entwickelten sich aus dem Schmied verschiedene Berufe in der Metallbranche. Damit das Ursprüngliche aber nicht in Vergessenheit gerät, gibt es in der historischen Bergschmiede auf dem Pferdegöpel am Sonntag dieses Angebot. Doch es ist an besagtem Tage dort noch viel mehr zu erleben. Vorführungen der Förderanlage des Göpels mit Pferden, Führungen unter Tage und Schleifen von Mineralien stehen ebenso auf dem Plan wie Schauvorführungen zur Herstellung von Rollbäumen. Besonders beliebt waren und sind bei den Jüngsten auch die Heimat- und Märchenberge. Nur ein Knopfdruck und sie setzen sich vor den staunenden Kinderaugen in Bewegung. Ab 13 Uhr findet zudem Ponyreiten statt. Selbstverständlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt.