Wohnungseinbrüche auf Rekordhoch

Kriminalität Zahl aller Straftaten sank im Erzgebirge auf Fünf-Jahres-Tief

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Landkreis Erzgebirge. Das Erzgebirge ist 2016 wieder ein Stück sicherer geworden. Die Zahl der Straftaten sank um 75 auf 12.736 - den niedrigsten Wert seit fünf Jahren, wie Uwe Reißmann, Präsident der Polizeidirektion Chemnitz, in der vergangenen Woche bekanntgab. Unter den begangenen Straftaten waren - anders als etwa in Chemnitz - nur wenig mehr als 200 Verstöße gegen das Ausländerrecht zu verzeichnen. Die Aufklärungsquote der Polizei lag bei allgemeiner Kriminalität bei 62,3 Prozent, leicht unter der Quote von 2015.

Auch an den Grenzen wird es sicherer

Auch in den zehn Grenzgemeinden des Erzgebirgskreises ist die Kriminalität im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Hier wurden 2.025 Straftaten registriert, zehn Prozent weniger als im Vorjahr. "Kriminalität in der Grenzregion ist nicht gleichzusetzen mit grenzüberschreitender Kriminalität", stellte Reißmann klar. Im Wesentlichen - bei 84 Prozent der Tatverdächtigen - handele es sich bei allgemeinen Delikten um deutsche Täter. Die Zahl ausländischer Tatverdächtiger liegt damit in den Grenzgemeinden nur unwesentlich höher als in anderen Regionen: Insgesamt haben etwa 13 Prozent aller Verdächtigen keinen deutschen Pass.

In Wohnungen wird häufiger, in Läden seltener eingebrochen

Um eine sorgenfreie Zone handelt es sich im Erzgebirge aber nicht: Insbesondere die Zahl der versuchten und gelungenen Wohnungseinbrüche schnellte auf den höchsten Wert seit 2005 nach oben: 365 Fälle registrierte die Polizeidirektion fürs Erzgebirge - quasi einen täglich. Nicht alle davon waren erfolgreich: "Man muss es den Tätern so schwer wie möglich machen", forderte Reißmann zur Vorsorge auf.

Die Zahl der registrierten Ladendiebstähle (699) sank hingegen wie die Zahl der Einbrüche in Autos (472) auf die niedrigsten Werte der vergangenen zwölf Jahre. Zugenommen haben die Körperverletzungen, gesunken sind Fälle von Exhibitionismus oder auch Rauschgiftdelikte. Letzteres erklärt Reißmann aber auch mit dem geringeren Verfolgungsdruck: Man sei im Direktionsbereich viel mit der Klärung von Identitäten Zugewanderter beschäftigt.