Zirkus Aeros gastiert gern in Schwarzenberg

Freizeit Zirkus schon seit DDR regelmäßig in der Stadt

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Zirkusdirektor Bernhard Schmidt führt den Zirkus Aeros in der siebten Generation und möchte gern, dass auch seine Kinder noch von Stadt zu Stadt ziehen können. Foto: Katja Lippmann-Wagner

Schwarzenberg. Clownerie, Artistik und Tierdressuren gehören für viele Erzgebirger zu einem echten Zirkus. Zirkus Aeros, der in der vergangenen Woche in Schwarzenberg gastierte, gehört dazu. Denn er bietet alles.

Allerdings sind die Zeiten nicht gerade einfach. Vor allem weil einige Städte sogenannte Wildtierverbote erhoben haben. Doch damit ist nun Schluss. Die Landesdirektion kippte vor ein paar Tagen entsprechende Beschlüsse.

Längst überfällig

Ein längst überfälliger Schritt, findet Bernhard Schmidt, Zirkusdirektor im Aeros in siebenter Generation. Denn aus seiner Sicht wussten die Städte von Anfang an, dass sie mit solchen Regelungen gegen geltendes Recht verstoßen. Schließlich unterliegen Tiere im Zirkus verschiedenen Gesetzen, an die sich jeder zu halten hat.

"Für uns gilt die Tierhaltgenehmigung Paragraf 11", so der Zirkusdirektor. Und die damit einhergehenden Vorgaben würden von Veterinärämtern regelmäßig überprüft. Schon seit geraumer Zeit haben sich die Vorschriften zugunsten der Tiere verändert. Unterm Strich steht den Tieren mehr Platz zur Verfügung, gibt es mehr Freilaufgehege. Wer die Tierschau im Zirkus Aeros besucht, kann sich selbst von der Unterbringung der zirka 40 Vierbeiner einen Eindruck verschaffen.

Zu wenig Platz für den Zirkusbetrieb

Doch andauernde Diskussionen und Proteste mit Tierschutzorganisationen sind nur ein Problem, das Zirkusse in diesem Jahrzehnt haben. Auch werden die Plätze weniger. "In den Kommungen ändern sich die Besitzverhältnisse", sagt Bernhard Schmidt.

Im Gastspielort Schwarzenberg sei das aber kein Problem. Das Nutzungsrecht des Festplatzes liege bei der Stadt selbst. Überhaupt sei das Erzgebirge eine gute Region für einen Familienzirkus, wie den Aeros. "Viele erinnern sich noch an den Zirkusnamen, der ja schon zu DDR-Zeiten bekannt war und hier gastierte", so Schmidt. Das Unternehmen kommt nur alle zwei, drei Jahre zum Gastspiel, damit man dem Publikum immer ein neues, abwechslungsreiches Programm bieten kann.



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