Zschopauer Wohngebiet soll aufgewertet werden

konzept Stadtrat will mit Beschluss der hohen Leerstandsquote entgegenwirken

Zschopau. 

Zschopau. Mithilfe eines Fördergebietskonzept sollen die Wohn- und Lebensbedingungen im Zschopauer August-Bebel-Wohngebiet verbessert werden. Der Stadtrat hat dieses Konzept auf seiner jüngsten Sitzung mit großer Mehrheit beschlossen. Ziel ist es, einen Bereich aufzuwerten, der mit einer Leerstandsquote von 21 Prozent derzeit außergewöhnlich viele leerstehende Wohnungen aufweist. In den Plattenbau-Wohnblöcken sei die Zahl der Bewohner in den vergangenen Jahren deutlich mehr geschrumpft als in anderen Zschopauer Stadtteilen. "Die hohe Fluktuation im Wohngebiet ist ein Hinweis auf einen nicht mehr funktionierenden Wohnungsmarkt", sagte Stadtplaner Tom Arnold, der im Stadtrat die Bevölkerungsentwicklung unter die Lupe nahm. Genauso erörterte er das Fördergebietskonzept, das seit 2018 bei regelmäßigen Treffen mit den Gesellschaften erarbeitet wurde, die vor Ort als Vermieter fungieren.

Grünflächen und Spielplätze sollen Wohngebiet attraktiver machen

Auf kurze Sicht hin sollen Aufwertungsmaßnahmen zu einer höheren Lebensqualität beitragen. Dabei handelt es sich beispielsweise um die Sanierung von Straßen oder das Anlegen von Grünflächen. Auch Spielplätze sollen das Wohngebiet attraktiver machen. Längerfristig könnte es aber auch zu Veränderungen an den Wohnblöcken kommen. Um den Wohnungsmarkt zu stabilisieren, könnte es zu einem teilweisen Rückbau oder zum Komplettabriss von Gebäuden kommen. Allerdings erst ab dem Jahr 2020 und außerdem nur auf Wunsch der Wohnungsgenossenschaften. Deshalb wurde auf Antrag von Klaus Baumann im Konzept der Satz ergänzt: "Die Entscheidung zum Rückbau treffen allein die Eigentümer." Auch der Artenschutz sowie E-Mobilität (Ladesäulen) werden in dem Konzept berücksichtigt, für das die Stadt Zschopau in den kommenden Jahren 758.000 Euro bereitstellen will. 517.000 Euro davon sollen aus dem Bund-Länder-Programm "Stadtumbau" fließen.