Zschopauerin wird zur Pflegemutter eines jungen Katzen-Trios

Tierschutz Christine Grzelka bereitet ihre drei "Babys" auf ihr neues Leben vor

Zschopau. 

Zschopau. Drei kleine Katzen-Babys freuen sich auf ein neues Zuhause. "Aber sie dürfen erst abgeholt werden, wenn sie zwölf Wochen alt sind", sagt Christine Grzelka. Das gibt der Leiter der Zschopauer Tierschutzstation noch etwas Zeit, sich um das junge Trio zu kümmern. "Sie müssen noch lernen, sauber aufs Katzenklo zu gehen, ordentlich zu essen und beim Spielen nicht zu kratzen", erklärt die 75-Jährige, auf die also noch einige Aufgaben warten. Die größte Herausforderung hat sie allerdings bereits gemeistert. Denn dass die drei jungen Katzen überhaupt noch leben, ist nur dem schnellen Handeln mehrerer Personen zu verdanken. Dazu gehörte auch eine Frau, die zuhause eine überraschende Entdeckung machte.

Alles begann im Hühnerstall

"Nachmittags rief plötzlich eine Frau ganz aufgeregt bei mir an. Sie sagte, sie habe komische Geräusche aus dem Hühnerstall gehört", berichtet Christine Grzelka. Bei ihrer Suche sei die Anruferin dann auf die drei jungen Kätzchen gestoßen, die kaum noch bei Kräften waren und offensichtlich keine Mutter mehr hatten: "Ganz in der Nähe hatte man eine tote Katze mit dicken Zitzen am Straßenrand gefunden." In einem Karton mit Löchern wurden die Babys in die Wohnung von Christine Grzelka gebracht, die sofort nach dem Auflegen des Hörers schon Milch warm gemacht hatte. Doch das reichte nicht. "Sie waren so unterkühlt, dass nicht mal das Thermometer angesprungen ist", sagt die Tierschützerin. Erst der Tierarzt konnte mit einer Spritze helfen.

Schwere Momente überstanden

Für Bärchen, der seinen Namen einer markanten Kopfform verdankt, gab es dennoch kaum Hoffnung. Aber am nächsten Morgen wollte der kleine Kater plötzlich das Bett hochklettern, das die Zschopauerin bei sich daheim zum Gehege umfunktioniert hat. "Da ging mein Herz auf", schwärmt Christine Grzelka. Doch die nächsten Sorgen folgten prompt, denn wenig später lag auf einmal das grau-weiße Geschwisterchen Sulaika fast bewegungslos da. "Ich habe sofort das Herz massiert und wieder den Tierarzt geholt", erzählt Gudrun Cielecki, die in der Tierschutzstation arbeitet und sich ebenfalls um die kleinen Vierbeiner kümmert. Auch diesmal half zum Glück eine Spritze. Inzwischen haben Bärchen, Sulaika und ihr Bruder Sindbad etwas an Gewicht gewonnen. Und drei Familien, die auf der Suche nach Haustieren waren, haben sich auch schon in die Drei verliebt. Doch bis sie dorthin dürfen, dauert es noch etwas. Bis Ende Juni bleibt Christine Grzelka Zeit, sich nach der Gesundheit nun auch um die Disziplin zu kümmern.

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