Zweiter Bauabschnitt der Wilzsch-Überleitung ist gestartet

Talsperre Verbesserung der Wassergüte ist das Ziel

Carlsfeld/ Eibenstock. 

Carlsfeld/ Eibenstock. Die Reduzierung von Huminstoffen im Rohwasser ist das Ziel eines Großprojektes der Landestalsperrenverwaltung Sachsen - man hat jetzt an der Talsperre Carlsfeld mit dem zweiten Bauabschnitt der Wilzsch-Überleitung begonnen, durch die sich die Wassergüte der Trinkwassertalsperre Eibenstock weiter verbessern soll. Man geht aktuell davon aus, mit dem Projekt bis November dieses Jahres fertig zu sein.

Finanziert wird das Ganze aus Mitteln des Freistaates Sachsen - in Summe liegt die Investition bei rund zwei Millionen Euro. Was man mit der Wilzsch-Überleitung erreicht? Rohwasser aus dem Einzugsgebiet der Wilzsch oberhalb der Talsperre Carlsfeld kann künftig direkt ins Einzugsgebiet der Großen Bockau unterhalb der Talsperre Eibenstock geleitet werden. Der Vorteil ist, das dunkelbraun gefärbte Wasser bei Starkniederschlägen oder Schneeschmelzen gelangt nicht mehr in die beiden Trinkwassertalsperren.

Anknüpfung an Maßnahme von 2010

Die Voraussetzung für die aktuelle Maßnahme sind die Arbeiten im ersten Abschnitt gewesen, der bereits im Jahr 2010 fertiggestellt worden ist. In dem Zusammenhang hatte man oberhalb der Talsperre Carlsfeld unter anderem im Zufluss der Wilzsch eine Wassergütemessstelle eingerichtet. Zudem hatte man ein Verteilerwehr und einen Umleitungsgraben gebaut sowie einen Rückhalteraum mit einem Volumen von rund 44.000 Kubikmetern geschaffen. In der Talsperre Carlsfeld konnten die Huminstoff-Einträge deutlich reduziert werden.

Im zweiten Schritt gebaut wird eine neue Rohrleitung zwischen der Staumauer der Talsperre Carlsfeld und der ehemaligen Ersatzwasserversorgungsleitung, die für die Sanierung Ende der 1990er Jahre errichtet wurde und jetzt teilweise erneuert werden muss. Die Rohrleitungen erhalten Be- und Entlüftungsschächte sowie Entleerungsbauwerke für die Wartung. Die Rohleitung ist rund drei Kilometer lang und quert auch die Staatsstraße S276 in Carlsfeld und sie mündet im Endeffekt ins Schulmeisterbächel. Dort entsteht ein Auslaufbauwerk mit Auslaufbecken.